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Neumünster Verein ist nach 18 Jahren am Ende
Lokales Neumünster Verein ist nach 18 Jahren am Ende
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12:00 24.11.2018
Von Thorsten Geil
Die letzte Ausstellung wird schon aufgebaut. Die Künstler haben ihre Werke bereits in die Bürgergalerie gebracht. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

Die fünf Vorstandsmitglieder Else Guthoff, Christin Karbaum, Dr. Susanne Nolte-Holtmann, Barbara Schael und Cornelia Wannagat sind schon nicht mehr im Amt. Nolte-Holtmann und Wannagat wurden zu sogenannten Liquidatoren bestellt. „Bis Ende 2019 müssen wir schauen, ob es noch Forderungen gegen den Verein gibt. Wenn da nichts kommt, wird Art & Vielfalt Ende 2019 auch offiziell gelöscht“, sagte Cornelia Wannagat traurig.

Ihr und den anderen Vorstandsmitgliedern fiel die Entscheidung nicht leicht. Sie hatten die Mitglieder aber bereits Mitte 2017 vorgewarnt, dass sie nicht wieder kandidieren würden. „Wir haben appelliert, sich für die Arbeit im Vorstand zu engagieren. Doch niemand meldete sich“, sagte Else Guthoff. Die Vorstandsdamen blieben hart, und nun ist Schluss – trotz solider Finanzen.

Die Idee, Kunstschaffende in Neumünster zusammen zu bringen, hatte ihr (mittlerweile verstorbener) Ehemann Bernd Guthoff im Jahr 2000. Er rief über einen Zeitungsartikel Interessenten zu einem Vorgespräch auf, und schon im Februar 2001 beschlossen 23 Mitglieder einstimmig eine Satzung. Ziel des Vereins war, das künstlerische Schaffen in der Region Neumünster zu fördern und dabei auch die Interessen der Mitglieder zu vertreten.

In den Folgejahren wurden viele Ausstellungen angestoßen und gefördert. Bereits in der ersten Ausstellung im Juni 2001 präsentierte der Konzept-Künstler Karl-Heinz Petersen in der Kulturwoche eine vier mal sechs Meter große, weiße Mauer als Symbol für Schweigen und Intoleranz.

Einen Tiefpunkt gab es 2014 bei „Mach Kunst“ im Foyer der Stadthalle. Einen Tag lang wagten 81 Künstler den Schritt in die Öffentlichkeit und boten ihre Kunst zum Kauf an. Doch am Ende der erfolgreichen Veranstaltung griff sich ein schneller Dieb die Geld-Kassette und machte sich mit den gesamten Tageseinnahmen aus dem Staub.

Der Verein bot zahlreiche Kunstreisen an, lobte dreimal den Schwale-Literaturpreis aus und macht seit 2003 am 1. Advent die Ausstellung Artvent. Und damit soll sich nun auch der Kreis schließen: Sie findet am ersten Adventswochenende noch einmal statt und heißt sinnigerweise: „Zum Schluss das Beste“.

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