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Erste Leerstands-Läden sind vermietet

Initiative Nähmaschine Erste Leerstands-Läden sind vermietet

Die Initiative Nähmaschine, die Ladenleerstand in Neumünster abhelfen will, hat erste Erfolge: Dass in Proppes Gang zwei Läden ab Februar vermietet sind und sich für ein weiteres Haus in der Lütjenstraße neue Pläne abzeichnen, sieht Makler Boris Weder durchaus als Verdienst der Bürgerplattform.

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Für die geplante Neu-Deko mit Peter-Weiland-Bademantel und Plakat mussten Designer Lutz Konetzky (links) und Box-Themenfreund Artur Lesniak nicht mehr Hand anlegen. Der Laden ist ab Februar vermietet.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Eigentlich sollte am Donnerstagvormittag der rechte Leerstands-Laden in Proppes Gang neu dekoriert werden: Lutz Konetzky (51) zuständiger Themenfreund für Ladenbau/Design/Kunst, und Artur Lesniak, als ehemaliger „Olympia“-Boxer mehrmaliger Landesmeister im Jugendbereich natürlich themenfreundlich für Boxen zuständig, standen mit einer Schaufenster-Puppe, die den Ring-Bademantel von Schwergewichts-Europameister Peter Weiland trug, und dem Original-Plakat für den Kampf am 6. Dezember 1969 in der Kieler Ostseehalle schon bereit, als Karl Peter Weiland (der Neffe) eintrudelte und die frohe Kunde preis gab. Auch aus dem Geschäft daneben zieht nun bald die Dekoration, die für das Keramikatelier Birte Busching wirbt, wieder aus.

Vor zweieinhalb Jahren war Weilend mit der von vielen als „spleenig“ empfundenen Idee der Initiative an die Öffentlichkeit getreten. Der Inhaber geführte Einzelhandel Neumünsters sollte der Stadt als Wert erhalten bleiben. Weilands Idee: Ein Netzwerk knüpfen, in das jeder seine speziellen Fähigkeiten einbringt, um zunächst leere Schaufenster zu dekorieren.

„Dadurch wird Leerstand aufgewertet, Vandalismus durch Fremdplakatieren unterbleibt. Außerdem leiden die Nachbarschafts-Lagen nicht mehr unter einem depressiven Umfeld“, sagt Weiland. Fünf Läden „bespielt“ die Initiative mittlerweile und hat eine Flaniermeile ohne Leer-Lücken zumindest einseitig vom Museum Tuch + Technik durch die Lütjenstraße bis zum Großflecken geschlossen. Das Gros der Aufgabe liegt noch vor ihr: Auf rund 40 bis 50 Ladenflächen schätzt Weiland den Leerstand.

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