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Neumünster FEK verabschiedet zwei Chefärzte
Lokales Neumünster FEK verabschiedet zwei Chefärzte
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16:54 29.12.2017
Von Sabine Nitschke
An der Bushaltestelle der geriatrischen Station A 30 im FEK verabschiedeten sich die Chefärzte Dr. Werner Hofmann (links) und Dr. Harald Held in den Ruhestand. Quelle: Sabine Nitschke

Typisch Held: „Das Rad hat sich immer schneller gedreht, früher war’s gemütlicher“, konstatierte der 65-Jährige, der 1992 als Oberarzt am FEK begann und drei Jahre später zum „Chef“ berufen wurde. Unglaublich gestiegen ist seither die Zahl der onkologischen Patienten in der Ambulanz. „Das waren zu Beginn eine Handvoll pro Tag und mittlerweile 50 bis 70.“ Als mitarbeitender Chefarzt in der Patientenversorgung in einem breit aufgestellten Querschnittfach wie Onkologie sei Held bis an die Grenzen gefordert gewesen, versicherte von Dollen. Held konstatierte: „Ich bin dankbar, welche Entwicklung ich miterleben durfte. Hämatologie ist heute ein heilbares Krankheitsbild. Das kostet allerdings auch seinen Preis.“ 5 Millionen Euro werden pro Jahr in der Ambulanz des FEK allein für Krebsmedikamente ausgegeben. Auch die Zahl der Dialyse-Patienten habe sich mit 7000 deutlich erhöht.

Doppelte Chefarzt-Funktion musste Hofmann, der 2008 ans FEK kam, ausüben und die Geriatrie in Bad Bramstedt aufbauen. „Die Geriatrie ist mit 20 Jahren immer noch ein junges Fach, universitäre Ausbildung findet kaum statt. Die erfolgt in den Krankenhäusern, Assistenz- und Chefärzte sind nur schwer zu haben“. Er wird auch im Ruhestand weiterhin zwei Ärzte betreuen, die ihre Promotion diesem Gebiet widmen. Mit der Einrichtung der Station für dementiell Erkrankte, heute die A 30, war das FEK übrigens Vorreiter in Schleswig-Holstein.

Der 65-Jährige Hofmann vertrat zudem zwei Jahre lang als Präsident der deutschen Gesellschaft für Geriatrie die Interessen dieser Klientel gegenüber der Politik.

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