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Neumünster Grote: Keine Alternative zu Neumünster
Lokales Neumünster Grote: Keine Alternative zu Neumünster
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20:48 24.09.2018
Von Thorsten Geil
Der Festsaal der Stadthalle war bis zum letzten Platz gefüllt. Quelle: Frank Peter
Neumünster

Das Land möchte den ehemaligen Technischen Bereich der früheren Scholtz-Kaserne am Haart von der Stadt kaufen und dort die Erstaufnahme (EA) erweitern. Dort sollen unter anderem neue Wohngebäude für die Flüchtlinge gebaut werden. Es sollen Modulhäuser sein, die später auch für andere Wohnzwecke genutzt werden können.

Das Ziel ist, die Kapazität der EA auf bis zu 1500 Plätze fast zu verdoppeln und sie als einzige Station für Flüchtlinge im Land zu nutzen, wenn die Unterkunft Boostedt im Jahr 2024 geschlossen wird.

Neben neuen Wohngebäuden sollen Sport- und Freizeitmöglichkeiten für die Bewohner geschaffen werden, dazu Treffpunkte mit leistungsstarken WLAN-Hotspots, Pavillons und ähnliches. Die Erweiterung würde auch den Behördenstandort Neumünster sichern, denn in der EA ist auch das Landesamt angesiedelt. Ohne die städtische Fläche müsste das Land die Arbeitsplätze möglicherweise verlagern, so Grote.

Der Minister machte klar, dass die EA erhalten bleibt und auf mindestens 1000 Plätze aufgestockt wird. „Ob mit oder ohne Ausbau – das bleibt unsere zentrale Erstaufnahme. Es geht nur darum, ob wir die Lebensbedingungen für die Menschen verbessern können, indem wir ihnen mehr Platz und Freizeitmöglichkeiten bieten“, so Grote.

In der Fragerunde stellten sich deutlich mehr Bürger ans Mikrofon, die dem Ausbau und generell den Flüchtlingen kritisch gegenüberstehen. Sie bekamen für ihre Äußerungen auch mehr Applaus als andere, die sich für bessere Lebensbedingungen in der Unterkunft aussprachen. Eine Frau beklagte, sie und andere Frauen trauten sich nicht mehr in die Stadt; andere forderten die Ratsfraktionen auf, das Grundstück nicht an das Land zu verkaufen.

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