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Neumünster Gegen den Enkeltrick hilft Wachsamkeit
Lokales Neumünster Gegen den Enkeltrick hilft Wachsamkeit
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16:31 31.07.2018
Von Thorsten Geil
Die Präventionsbeamten Jörg Fischer und Irene Schulz beraten Monika Brucker auf dem Wochenmarkt. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

Am Dienstag waren Hauptkommissarin Irene Schulz und Oberkommissar Jörg Fischer, Präventionsbeamte bei der Polizeidirektion Neumünster, den ganzen Tag auf dem Wochenmarkt. „Viele Senioren, aber auch jüngere Leute, stellen oft ganz gezielte Fragen“, sagte Fischer. In erster Linie sollten Senioren das richtige Vorgehen bei verdächtigen Anrufen kennen, aber nicht nur sie: „Deren Kinder, Nichten und Neffen sind auch unsere Zielgruppe, denn sie können ihre älteren Verwandten sensibilisieren“, so Fischer.

„Hallo Opa, wie geht es dir? Weißt du, wer hier dran ist?“

Es gibt zig verschiedene Geschichten, mit denen wildfremde Menschen bei Senioren anrufen, aber das Ziel ist immer gleich: Sie wollen Geld, Schmuck oder andere Wertsachen. „Hallo Opa, wie geht es dir? Weißt du, wer hier dran ist?“ So oder ähnlich fangen die Gespräche oft an. Wer dann zurückfragt: „Benjamin, bist du das?“, der hat schon den ersten Fehler gemacht. Denn dann ist natürlich „Benjamin“ am Apparat und erzählt wilde Geschichten, warum er in Not ist und dringend Bargeld braucht.

Wer Zweifel hat, sollte einfach auflegen

Wer Zweifel an dem Anrufer hat, lässt sich am besten nicht auf ein Gespräch ein und legt einfach auf. Danach sollte die Polizei über 110 informiert werden. Die kann dann zwar noch nicht viel machen, aber sie bekommt immerhin einen Überblick, ob gerade verstärkt Fälle auftreten. Polizist Fischer: „Wir hatten mal 60 Anrufe in kurzer Zeit in Molfsee und haben dann dort ganz gezielt gewarnt.“

Die Täter sitzen irgendwo auf der Welt

Die Täter sitzen irgendwo auf der Welt und rufen mit unterdrückten oder falschen Nummern gezielt Menschen an, die einen älter klingenden Vornamen haben. Oft telefonieren sie tage- oder wochenlang in ein- und derselben Stadt herum, vermutlich, weil sie dort einen Helfer haben, der zur Geldübergabe fahren soll und sich von Fall zu Fall als Enkel, Neffe, Bankmitarbeiter oder Polizist ausgibt. Fischer: „Die bekommen nur einen Bruchteil der Beute und kennen die Haupttäter meist gar nicht.“

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