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Neumünster Großflecken: Parkplätze fallen weg
Lokales Neumünster Großflecken: Parkplätze fallen weg
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16:32 22.11.2018
Von Thorsten Geil
Der Großflecken und besonders die Pflasterung ist seit der Fertigstellung 1991 immer wieder Gesprächsthema in Neumünster. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

Nach einer wahren Schlacht mit viel Verwirrung um die Geschäftsordnung, Sitzungsunterbrechungen und diversen Änderungsanträgen setzten sich am Ende die Befürworter einer gemäßigten Überarbeitung des Platzes durch. SPD, Grüne, FDP und LKR stimmten für den (mehrfach geänderten) Antrag der Verwaltung. CDU, Bündnis für Bürger, Linke und NPD votierten dagegen, weil sie entweder noch radikaler umbauen wollten oder sich an Details störten. Mit 22:19 Stimmen war es am Ende recht knapp.

Die wesentlichen beschlossenen Änderungen sind:

1. Auf der großen Platzfläche werden die alten Kopfsteine herausgenommen, gerade gesägt und in einem Betonbett neu verlegt. Dazu werden die Ritzen verfugt, sodass es eine glatte, besser begehbare Fläche ergibt.

2. Auf der Rathausseite (der sonnigen Seite) wird der Gehweg auf fünf Meter zu einem Boulevard verbreitert. Damit soll unter anderem mehr Straßengastronomie entstehen können. 35 Parkplätze fallen weg.

3. Auf der anderen Straßenseite entstehen als Ersatz 18 Parkplätze.

4. Für Fußgänger wird es erstmals vier Querungen über die Fahrbahn geben. Sie werden erhöht sein und eine glatte Oberfläche bekommen.

5. In Höhe der Straße Am Klostergraben (etwa gegenüber von Karstadt) wird ein Kinderspielplatz gebaut. Ein dort von der Verwaltung vorgesehenes Wasserspiel (Brunnen) wurde gestrichen.

6. Die besonders holprigen Kleinpflasterflächen in Höhe Lütjenstraße und Klostergraben werden gegen besser begehbares Material ausgetauscht.

Die Verwaltung hatte Kosten von 5,6 Millionen Euro vorgesehen. Nun dürfte es um einiges teurer werden. Auch die von der Verwaltung kalkulierte Bauzeit von 2,5 Jahren dürfte ungewisser werden. Denn auf Wunsch der Ratsversammlung muss die detaillierte Ausführungsplanung den Politikern erneut vorgelegt werden, und dann könnte es eine erneute politische Debatte geben.

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