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Neumünster Der Chor hat Großartiges geleistet
Lokales Neumünster Der Chor hat Großartiges geleistet
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11:37 04.12.2018
Von Susanne Wittorf
Sänger und Instrumentalisten füllen den gesamten Altarraum. Dirigentin Maike Zimmermann hat alle im Blick. Quelle: Susanne Wittorf
Neumünster

 „Kennst du Urmas Sisask? Ich bin sehr gespannt auf sein Werk“, hörte man vor dem Konzert. Voller Erwartung füllten 160 Besucher die kleine Christuskirche bis auf den letzten Platz. „In diesem Jahr haben wir uns getraut, das estnische Weihnachtsoratorium vom zeitgenössischen Komponisten Urmas Sisask einzustudieren“, begrüßte Maike Zimmermann das Publikum.

Halleluja ist das meist gesungene Wort

Wie sein Landsmann, der zeitgenössische Komponist Arvo Pärt, ist der 1960 geborene Urmas Sisask ein tiefreligiöser Mensch. „Halleluja“ ist dann auch das meist gesungene Wort seines 21-teiligen „Jöuluratoorium“. Wird der mehrstimmige Chorgesang durch die beiden Perkussionisten unterstützt, gestaltet sich der Aufruf zum Lobe Gottes äußerst rhythmisch und baut dabei auf das tiefe Fundament von Violoncello (Meike Hansen) und Kontrabass (Vitus Nowotny).

Urplötzlich wechselt die Stimmung, und der Chor klingt wie ein fröhlicher mittelalterlicher Gesang im 3er-Takt. Das folgende Sopransolo mit Orgel und Oboe stellt sich als barockes Rezitativ dar, aus dem sich steigernd das Laudate (Jauchzet) entwickelt und die Besucher zum Staunen bringt.

Das Publikum wollte nichts verpassen

Mucksmäuschenstill lauschte das Publikum dem einstündigen Konzert, um ja keine der starken Kontrastwirkungen zwischen rhythmisch und schwelgend zu verpassen. Es waren die erfrischenden Einsätze von Trompete (Ralf Lentschat) und Blockflöten (Maren Roggmann, Heike Clement, Ulrike Drose-Neuhaus, Doris Stamp), der mitreißende Rhythmus der Schlagwerker (Michael Dröse, Dagmar Volger), das gekonnte Orgelspiel (Ulf Lauenroth), der schwelgende Ton der Oboe (Siki Goto), die glockenhelle Stimme der Sopranistin und nicht zuletzt der Chorgesang, der das Einfelder Adventskonzert zu etwas ganz Besonderem machten.

„Der Chor hat Großartiges geleistet“, sagte eine glückliche Maike Zimmermann nach dem Konzert. Natürlich habe es auch Tiefen während der achtmonatigen Probenphase gegeben. „Aber der Einsatz hat sich gelohnt.“

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