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Neumünster 3 Millionen Euro vom Bund
Lokales Neumünster 3 Millionen Euro vom Bund
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12:19 19.02.2018
Von Thorsten Geil
Ministerpräsident Daniel Günther besuchte die Grundschule an der Schwale und brachte den Förderbescheid mit. Die Schüler standen Spalier und wollten mit ihm abklatschen. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

Als Ministerpräsident wird man natürlich fast immer höflich behandelt, aber am Freitag war der Empfang für Daniel Günther an der Grundschule an der Schwale schon etwas Besonderes. Um zu der kleinen Feierstunde in die Turnhalle zu gelangen, musste er durch ein Spalier der Schüler, und die wollten ihm alle die Hand geben oder mit ihm abklatschen. Die Mädchen und Jungen müssen geahnt haben, worum es hier ging: „Da kommt der Mann mit dem Geld!“, sagte ein strahlender Drittklässler auf dem Schulhof.

Da hatte ihn wohl jemand gut informiert, denn Günther hatte einen Förderbescheid vom Bund über 3,12 Millionen Euro in der Tasche, den er später an Oberbürgermeister Olaf Tauras und die Schulleiterin Annika Heygster überreichte. Der Zuschuss ist die Basis für einen (fast) kompletten Neubau der Schule am Uker Platz im Stadtteil Faldera. Nur die Turnhalle bleibt stehen.

Als die Stadtverwaltung den Schulausschuss im Sommer 2016 förmlich mit dem Neubauplan überfiel, schien es eine Utopie zu sein, schon wieder eine neue Schule zu bauen. Schließlich hatte Neumünster in den vergangenen Jahren erst eine nagelneue Freiherr-vom-Stein-Schule hochgezogen, Millionen in An- und Umbauten investiert und den Neubau der Schule Einfeld beschlossen. Aber die Gelegenheit war günstig, denn gerade standen Zuschüsse vom Bund für energetische Maßnahmen zur Verfügung. Neumünster schlug zu.

Da die Schule an der Schwale in der ganzen Stadt die Schule mit dem höchsten Energieverbrauch ist, die Haustechnik veraltet ist und auch noch Brandschutzmängel auftauchten, fiel schnell die Entscheidung für einen kompletten Abriss und Neubau der früheren „Uker Schule“. Die Gebäude stammen aus den Jahren 1967 und 1974. „Als ich als Kind hier zur Schule ging, war das alles schon nicht mehr neu“, sagte gestern eine strahlende Schulleiterin Annika Heygster.

Im Sommer geht es mit dem ersten Bauabschnitt los, der im zweiten Halbjahr 2019 fertig sein soll. In mehreren Abschnitten werden die alten Gebäude abgerissen und Zug um Zug neu gebaut - bei laufendem Betrieb. Zwei Klassen werden zeitweilig in Container ausweichen müssen.

Der Neubau kostet 5,79 Millionen Euro. Anschließend kommt im zweiten Bauabschnitte noch die offene Ganztagsschule hinzu (für 1,57 Millionen Euro). Bis Ende 2020 soll alles fertig sein.

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