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Neumünster Nächste Klatsche für die Stadtwerke
Lokales Neumünster Nächste Klatsche für die Stadtwerke
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06:00 29.11.2018
Von Thorsten Geil
Das Kraftwerk der Stadtwerke Neumünster an der Bismarckstraße, von der Max-Johannsen-Brücke aus gesehen. Quelle: Sabine Nitschke
Neumünster

Nahezu wortgleich äußerte sich Stolten selber. Beide wollten nichts zu Details sagen. Das Ergebnis der Einigung ist aber offenbar eine Trennung zu einem bestimmten Datum. Nach KN-Informationen wurde die fristlose nun in eine ordentliche Kündigung umgewandelt; Stolten ist freigestellt.

Das ist nicht die erste Klatsche in Personalangelegenheiten in diesem Jahr. Auch die fristlose Kündigung der kaufmännischen Leiterin im Mai hielt einer Überprüfung nicht stand und wurde zu Gunsten der Mitarbeiterin gewandelt.

Im Oktober hatte sich das von Finanzsorgen geschüttelte städtische Unternehmen von Mathias Stolten getrennt; der ging juristisch dagegen vor. Mit der Kündigung war nicht einmal der Aufsichtsrat der städtischen Gesellschaft einverstanden: Er empfahl der Geschäftsführung, sie zurückzunehmen.

Anfang November kommunizierten die SWN dann verheerende Quartalszahlen. Die Pressemitteilung dazu war gespickt mit Hinweisen auf die Verantwortung des Vertriebsleiters: „Von den 4,1 Millionen Euro Differenz zum Halbjahr resultieren 78 Prozent allein aus dem Vertrieb. Auch an der Planabweichung im 1. Halbjahr hatte der Vertrieb schon großen Anteil; größter Verlustbringer ist die Energiebeschaffung, die zum Vertrieb gehört.“

Die SWN sind in erhebliche Schieflage geraten. Im Sommer rechnete man für die SWN GmbH in 2018 noch mit einem Plus von 1,5 Millionen Euro, für den gesamten SWN-Konzern mit 2,7 Millionen Euro Verlust. Jetzt schließt das Jahr voraussichtlich mit einem Konzern-Defizit von 6,8 Millionen Euro ab. Zur Erinnerung: Im „Schwarzen Jahr“ 2017 waren es 5,5 Millionen Euro Verlust mit Aussicht auf Besserung.

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