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Neumünster Linke Demo-Touristen gestoppt
Lokales Neumünster Linke Demo-Touristen gestoppt
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00:16 09.10.2013
Von Joachim Krüger
Insgesamt acht Streifenwagen waren im Einsatz, um den Bus kurz vor der Stadtgrenze zu stoppen. Quelle: J. Krüger
Neumünster

Die durchweg jüngeren Insassen - überwiegend mit szenetypischer schwarzer Kleidung und dunklen Sonnenbrillen ausgestattet - wollten den "Club 88" und die Kneipe "Titanic" ansteuern, um dort Protestkundgebungen abzuhalten und Flugblätter zu verteilen. Zuvor war die Gruppe, die in einem in Rendsburg gecharterten Reisebus unterwegs war, schon in Nessendorf (Kreis Ostholstein) und in Martensrade (Kreis Plön) in Aktion getreten. Dort hatte sie noch ungehindert an Orten demonstrieren können, an denen nach ihren Angaben ebenfalls Rechte leben bzw. arbeiten.

Zu Zwischenfällen kam es dabei nicht, allerdings wurde bereits ein größeres Polizeiaufgebot auf den Plan gerufen, denn angemeldet waren diese Aktivitäten nicht. Aus Sicht der Polizei war das ein Verstoß gegen das Versammlungsrecht und eine ordnungsgemäße und sichere Durchführung speziell der in Neumünster geplanten Aktivitäten nicht möglich.

Insgesamt acht Streifenwagen waren dann im Einsatz, um den Bus kurz vor der Stadtgrenze zu stoppen. Auf einem Parkplatz rechts der B 430 war zunächst einmal Endstation. Die linken Demo-Touristen versuchten noch durch Telefonkontakt mit ihrem Anwalt, die Situation in ihrem Sinne zu lösen und die Polizei davon zu überzeugen, dass es sich um spontane Aktionen handeln würde, die nicht angemeldet werden müssten. Das Angebot der Beamten, in eine kurze Kundgebung an einem Ort fernab der ursprünglich angepeilten Ziele abzuhalten, wies die Reisegruppe am Ende zurück. So blieb Neumünster tabu.

Über Tasdorf und Tungendorf wurde der Reisebus am Stadtgebiet vorbeigeleitet. Im Konvoi mit einem zivilen und sieben offiziellen Streifenwagen ging es über den Autobahnzubringer auf die A 7 in Richtung Kiel.

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