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Neumünster Verwaltung will 31 zusätzliche Stellen
Lokales Neumünster Verwaltung will 31 zusätzliche Stellen
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06:00 07.12.2018
Von Thorsten Geil
Das Rathaus Neumünster. Quelle: Susanne Wittorf
Neumünster

Über die Pläne der Verwaltung haben sich bereits die Mitglieder des Finanz- und am Dienstagabend auch die des Hauptausschusses die Köpfe heiß geredet.

Das Personal ist weiter gewachsen

Bereits Ende Oktober hatte die Kämmerei den Mitgliedern der Ratsversammlung den Haushalt und den Stellenplan vorgelegt. Demnach soll die Zahl der Vollzeitstellen in der Verwaltung von 1193 (Haushalt 2017/18) auf 1224 steigen (zum Vergleich: 2011/12 waren es auf dem Tiefpunkt der jüngeren Vergangenheit erst 1018 Stellen).

Nun hat die Kämmerei aber nachgelegt: 31 weitere Stellen sollen geschaffen werden, beispielsweise für zwei Ingenieure im Tiefbau, drei in der EDV-Abteilung, 3,5 in der Stadtplanung und in diversen weiteren Ämtern.

"Wir überlegen, ob wir den Haushalt vertagen"

Der Vorsitzende des Hauptausschusses, Gerd Kühl (CDU), kritisierte die zahlreichen nachgereichten Anträge der Neumünsteraner Verwaltung: „Wir überlegen sogar, ob wir den gesamten Haushalt aus diesem Grund nicht beschließen, sondern ihn vertagen.“ Er befürchtet, dass die gesamte Haushaltskonsolidierung der vergangenen Jahre hinfällig werde, wenn die Einnahmen künftig wieder sänken: „Wir können alles in die Tonne treten, wenn wir jetzt wieder Millionen Euro an Personalkosten draufsatteln.“

Reinhard Ruge (FDP), Jonny Griese (Linke), Hans Heinrich Voigt (Grüne) äußerten sich anders und nannten die Einstellung weiterer Mitarbeiter alternativlos und notwendig. Franka Dannheiser (SPD) meinte: „Gerade im Baubereich haben wir eine riesige Bugwelle abzuarbeiten. Wir brauchen mehr Leute.“

Ruge ergänzte: „In den nächsten Jahren scheiden allein 30 Mitarbeiter aus Altersgründen aus. Es ist doch jetzt schon kaum Personal zu kriegen.“

OB Tauras verteidigt die Wünsche

Oberbürgermeister Olaf Tauras (CDU) verteidigte seine Wünsche. „Wir planen das alles gründlich durch. In jedem Einzelfall ist das ein zwingend notwendiger Bedarf.“ Der Rat werde am Dienstag über jede einzelne Stelle entscheiden müssen.

Offenbar sinken die Steuereinnahmen der Stadt sogar schon in diesem Jahr. Wie aus der Kämmerei zu hören war, kommt deutlich weniger Gewerbesteuer ins Haus als vorgesehen. Der Haushaltsüberschuss des Jahres könnte sich sogar auf etwa 17,5 Millionen Euro halbieren.

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