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Neumünster OB predigte von der Kanzel
Lokales Neumünster OB predigte von der Kanzel
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18:23 31.10.2018
Von Thorsten Geil
Olaf Tauras hielt die Bürgerpredigt von der Kanzel der vollen Anscharkirche. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

Propst Stefan Block sagte zu Beginn, er sei „einigermaßen sprachlos über die volle Kirche“. Tatsächlich musste Stühle gebracht werden, damit alle 170 Besucher sitzen konnten. Sie alle wollten die Predigt des promovierten Politikwissenschaftlers Tauras am Reformationstag hören. Block nannte ihn einen „besonderen Gesprächspartner, der in seinem Amt überparteilich, überkonfessionell und werteorientiert“ handle.

Beitrag klang wie eine Predigt, nicht wie eine Ansprache

Tauras sagte, er fühle sich stolz und geehrt, hier zum ersten Mal von einer Kanzel sprechen zu dürfen, und er würde sich freuen, wenn die Bürgerpredigt zur Tradition würde. Sein Beitrag klang tatsächlich mehr wie eine Predigt als eine normale Ansprache und war überlegt und gut durchdacht.

Den Unterschied zwischen Protestanten und Katholiken lernte Olaf Tauras schon als Kind: Als er vier Jahre alt war, zog er mit seinen protestantischen Eltern in das katholisch geprägte Münster in Westfalen, und er durfte nicht in denselben Kindergarten, nicht auf dieselben Schulen wie seine katholischen Freunde. „Da wurden mir schon sehr früh und sehr deutlich die Unterschiede der beiden Konfessionen klar“, sagte Tauras.

Der Gläubige soll Verantwortung für die Stadt übernehmen

Das Motto des Gottesdienstes, „Suchet der Stadt Bestes“ aus dem Buch Jeremia, münzte Tauras auf die Gegenwart um: Der Prophet Jeremia appellierte damit an seine Landsleute, sich mit der Situation in Babylon abzufinden und sich in das Gemeinwesen einzubringen.

„Der Gläubige soll Verantwortung für die Stadt übernehmen, und damit sind wir mitten in der Kommunalpolitik angekommen“, sagte Tauras. Die habe nämlich das Ziel, ganz im Sinne christlicher Verantwortung, das Leben der Menschen in unserer Stadt zu verbessern.

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