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Neumünster Neumünster wird den Kompost noch los
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14:13 27.07.2018
Von Thorsten Geil
Im Wertstoffzentrum in Wittorferfeld in Neumünster können sich Landwirte und Verbraucher mit Kompost, Humus, Holzhackschnitzeln oder Rindenmulch eindecken. Quelle: Sven Detlefsen
Neumünster

In der Vergangenheit kauften Landwirte der AWR gern den Kompost ab. Das hat sich geändert, denn die seit gut einem Jahr geltende Düngeverordnung des Bundes legt die Obergrenze für die Ausbringung organischen Düngers auf 170 Kilogramm Stickstoff pro Hektar und Jahr für Äcker und Koppeln fest.

Die Grenze gilt auch für Kompost. Die Folge: Wer genug Gülle hat, kauft nicht noch Kompost, und die AWR bleibt auf ihrem "braunen Gold" sitzen.

In Neumünster blickt man mit gewisser Sorge nach Rendsburg: „Bei uns bleibt aber nicht viel Kompost liegen. Die Landwirte aus der Region holen ihn immer noch ab“, sagt Angelika Schiffer, Sprecherin des SWN-Wertstoffzentrums. Man fürchte aber, dass die Düngeverordnung über kurz oder lang auch hier den Absatz verderben könnte.

In Neumünster werden pro Jahr bis zu 29.999 Tonnen Biomüll aus den Tonnen der Stadt Neumünster und weiten Teilen des Kreises Segeberg zu hochwertigem Kompost verarbeitet. Überschüsse werden aber auch nach Borgstedt oder Lübeck gefahren.

Der Neumünsteraner Kompost wird fast ausschließlich von Landwirten für die Düngung ihrer Felder genutzt; einen kleinen Teil holen sich Garten- und Landschaftsbaubetriebe sowie Privatleute. Für den heimischen Garten oder gar die Balkonpflanzen ist der hochkonzentrierte Kompost in aller Regel aber nicht geeignet.

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