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Neumünster Tendenz: Nicht mehr Flüchtlinge
Lokales Neumünster Tendenz: Nicht mehr Flüchtlinge
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12:41 08.11.2018
Von Thorsten Geil
Die Erstaufnahme Neumünster liegt an der Straße Haart. Quelle: Ulf Dahl
Neumünster

In der Ratsversammlung gab es zwar keine Abstimmung, aber in der Diskussion eines Antrags von Jürgen Joost (LKR) meldeten sich die meisten Fraktionen zu Wort und gaben mehr oder weniger deutliche Einschätzungen ab.

Grote möchte der Stadt gern den ehemaligen Technischen Bereich der Scholtz-Kaserne abkaufen, der hinter der Erstaufnahme gelegen ist. Dort will er die EA erweitern. Als Alternative führt er aber auch Gespräche mit der Stadt Rendsburg über die (Wieder-)Eröffnung einer EA. Dann könnte das Land auf das Neumünster-Grundstück verzichten, würde aber am Haart bis zu 1000 Plätze schaffen; es würde dann dort schlicht enger für die Asylbewerber.

Joost hatte (vergeblich) beantragt, die Stadt solle mit dem Land eine Begrenzung auf 750 Plätze verhandeln und ansonsten den Verkauf ablehnen; man wolle keine Massenunterkunft in Neumünster. „Wir haben als Stadt nur die Wahl zwischen 1000 Plätzen auf dem jetzigen Gelände und bis zu 1500 mit der Erweiterung. Alles andere entscheidet das Land“, sagte Oberbürgermeister Olaf Tauras (CDU).

Der ließ aber auch eine Tendenz erkennen: „Das Land ist schon weit mit den Plänen in Rendsburg. Warum sollten wir dann 1500 Plätzen zustimmen?“ Die Stadt will das Grundstück eigentlich an einen Investor für Wohnungsbau verkaufen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Volker Andresen sagte: „Wir würden einem Ausbau nicht zustimmen und das Grundstück nicht verkaufen wollen.“

Ähnlich äußerte sich Jörn Seib (Bündnis für Bürger), und selbst Sven Radestock (Grüne) sagte: „1500 Menschen erscheinen uns auch zu viel.“ Die Grünen sind zwar nicht prinzipiell gegen den Verkauf, möchten aber deutlich bessere Lebensbedingungen für die Asylbewerber erreichen, und das Land müsse weitere Aufnahmeeinrichtungen vorhalten. Genau das will das Land mittelfristig aber nicht mehr.

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