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Neumünster Tierheim dringend gesucht
Lokales Neumünster Tierheim dringend gesucht
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12:50 10.01.2019
Von Thorsten Geil
Die ehrenamtliche Helferin Lisa Finke kümmert sich im Tierheim Wasbek unter anderem um Schildkröte "Babette". Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

Dem Tierschutzverein Neumünster fehlt noch immer das Fachpersonal, da die Mitarbeiter gekündigt haben. Die Stadt Neumünster setzt aber offenbar weiter auf die Neumünster-Variante.

Neumünster hofft auf den Tierschutzverein

„Wir arbeiten an einer schnellstmöglichen Lösung mit dem Tierschutzverein Neumünster, damit das Tierheim an der Geerdtsstraße wieder eröffnen kann und wir die Tiere in Neumünster behalten können“, sagte Stadtsprecher Stephan Beitz.

Trotzdem prüft die Stadt weitere Optionen, denn niemand möchte, dass die Feuerwehr die aufgegriffenen Tiere über Nacht wieder in Container sperren muss. Welche Optionen das sind, wollte Beitz nicht verraten. Es bleibt aber eigentlich nur eine Vereinbarung mit einem weiteren Tierheim irgendwo im Land.

Wasbeker Verein hat den Vertrag gekündigt

In diese missliche Situation gebracht wurde die Stadt durch den Tierschutzverein Wasbek, denn der hat den Fundtiervertrag zum 31. Januar gekündigt. Seit August 2017 betreibt der Verein das Tierheim Wasbek am Krusenhofer Weg, knapp hinter der Stadtgrenze im Stadtwald. Damals war der Verein um die Vorsitzende Bianca Schenk der Retter in der Not für Neumünster, da die Tierauffangstelle in Neumünster geschlossen werden musste. 2018 wurde der Vertrag verlängert.

Mittlerweile hat der Verein mehrere Vereinbarungen über die Fundtierversorgung getroffen. Diverse Ämter und Gemeinden lassen die bei ihnen aufgegriffenen Tiere in Wasbek versorgen und bezahlen dafür.

"Zu wenig Geld aus Neumünster"

Und warum hat der Verein dann ausgerechnet seinem größten Kunden gekündigt? „Weil wir für die ganze Arbeit viel zu wenig Geld aus Neumünster bekommen. Das ist zu den jetzigen Konditionen leider einfach nicht tragbar“, sagt Bianca Schenk. Die Stadt zahle 34.000 Euro pro Jahr für die Dienstleistung, und das sei für die anfallende Arbeit einfach zu wenig. Außerdem drohe dem Verein noch eine saftige Rückzahlung an die Stadt.

"Das hat uns schon etwas getroffen"

Bianca Schenk und ihre Mitarbeiter und Ehrenamtler machen aber auch kein Hehl daraus, dass sie enttäuscht sind und sich etwas mehr Anerkennung aus Neumünster gewünscht hätten. „Es hieß immer, es sei kein Geld für den Tierschutz da. Aber dann genehmigte die Ratsversammlung mal eben 300.000 Euro für das geschlossene Tierheim in Neumünster. Das hat uns schon etwas getroffen." Die Zusammenarbeit mit den Amtsveterinären sei aber sehr gut, betont sie.

Der Verein werde unter dem Strich ohne den Neumünster-Vertrag besser dran sein, auch wenn ein Teil der Einnahmen wegbreche. Schenk: „Wir zahlen zumindest nicht mehr drauf und haben mehr Zeit für die anderen Tiere.“

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