Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Neumünster Tierheim in Wasbek ist doppelt so teuer
Lokales Neumünster Tierheim in Wasbek ist doppelt so teuer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:34 13.02.2018
Von Thorsten Geil
Im Sommer 2017 hängten Bianca Schenk und Oberbürgermeister Olaf Tauras das Schild "Tierheim Wasbek" an der Pforte der neuen Einrichtung auf. Seitdem müssen Fundtiere aus Neumünster nicht mehr nach Kiel gefahren werden. Quelle: Anja Rüstmann
Neumünster

Die Stadt Neumünster muss für die Unterbringung von Fundtieren derzeit rund 67.000 Euro im Jahr bezahlen. Davon fließen rund 64.000 Euro an das neue Tierheim in der Nachbargemeinde Wasbek und knapp 3000 Euro an den Tierschutzverein Kiel (dort werden die Hunde aus Neumünster untergebracht). Das geht aus den Antworten der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der CDU-Fraktion zurück, die gestern Abend in der Ratsversammlung diskutiert wurde.

Die CDU hatte detaillierte Zahlen abgefragt, was die Stadt an das Tierheim in Wasbek zahlt. Dorthin werden seit Sommer 2017 die Fundtiere aus Neumünster gebracht, weil die Tierauffangstelle im Stadtwald von Neumünster im Sommer 2016 wegen baulicher, hygienischer und personeller Defizite von der Veterinäraufsicht der Stadt geschlossen wurde (KN berichteten).

Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras trug die Antworten vor. Während derzeit also 67.000 Euro pro Jahr fällig werden, bezahlte die Stadt davor nur knapp die Hälfte (31.000 Euro) an den Tierschutzverein Neumünster (TVN), der die Tierauffangstelle betrieb. Tauras ergänzte, dass er in Gesprächen mit dem TVN stehe und derzeit ein gutes Gefühl habe: „Der Verein ist wieder auf gutem Weg und stellt die Mängel ab. Das Vertrauen muss aber noch weiter wachsen.“ Er wolle den Rechtsstreit gern beenden und habe dem Verein einen neuen Pachtvertrag angeboten. Der könne eventuell den Erbpachtvertrag ersetzen.

Die Fraktionsvorsitzenden Gerd Kühl (CDU) und Volker Andresen (SPD) sprachen sich erneut dafür aus, den Vertrag mit den Wasbekern nicht zu verlängern, sondern zum TVN zu stehen und der Tierauffangstelle eine neue Chance zu geben. Eine Stadt wie Neumünster brauche ein eigenes Tierheim, meinten sie.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Drei Jungunternehmer haben den alten Güterbahnhof in Neumünster von der Bahn gekauft und wollen ihn sanieren. Ein Teil soll an einen Gastronomen vermietet werden, die übrigen Bereiche sind für Büronutzungen vorgesehen. Die Sanierung wird sich voraussichtlich ein bis zwei Jahre hinziehen.

Thorsten Geil 13.02.2018

Erstmals besuchten am Dienstag die "Waldwichtel" die Ziegen am Gestbauernhof im Tierpark Neumünster: Laut Kooperation von Kinderschutzbund und Tierpark werden die Knirpse der Kita Blauer Elefant künftig einmal im Monat die Ziegen pflegen und andere Tiere kennenlernen.

Sabine Nitschke 13.02.2018

Horst Schrinner hat erneut zugeschlagen: 10.000 Euro übergab es am Montag als Sammel-Spende für Kindertafel und Förderverein der Fröbelschule und Winterkleidung-Einkauf. Rund 150.000 Euro hat der einstige Mr. McDonald Neumünster in den vergangenen Jahren für gute Zwecke aufgebracht.

Sabine Nitschke 13.02.2018