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Tierheim in Wasbek ist doppelt so teuer

Ratsversammlung Tierheim in Wasbek ist doppelt so teuer

Die Stadt Neumünster bezahlt derzeit rund 67.000 Euro für die Unterbringung ihrer Fundtiere, den größten Teil an das neue Tierheim in Wasbek. Die alte Tierauffangstelle Neumünster kostete die Stadt nur knapp die Hälfte. CDU- und SPD-Fraktion in der Ratsversammlung kritisierten die hohen Kosten.

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Im Sommer 2017 hängten Bianca Schenk und Oberbürgermeister Olaf Tauras das Schild "Tierheim Wasbek" an der Pforte der neuen Einrichtung auf. Seitdem müssen Fundtiere aus Neumünster nicht mehr nach Kiel gefahren werden.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Die Stadt Neumünster muss für die Unterbringung von Fundtieren derzeit rund 67.000 Euro im Jahr bezahlen. Davon fließen rund 64.000 Euro an das neue Tierheim in der Nachbargemeinde Wasbek und knapp 3000 Euro an den Tierschutzverein Kiel (dort werden die Hunde aus Neumünster untergebracht). Das geht aus den Antworten der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der CDU-Fraktion zurück, die gestern Abend in der Ratsversammlung diskutiert wurde.

Die CDU hatte detaillierte Zahlen abgefragt, was die Stadt an das Tierheim in Wasbek zahlt. Dorthin werden seit Sommer 2017 die Fundtiere aus Neumünster gebracht, weil die Tierauffangstelle im Stadtwald von Neumünster im Sommer 2016 wegen baulicher, hygienischer und personeller Defizite von der Veterinäraufsicht der Stadt geschlossen wurde (KN berichteten).

Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras trug die Antworten vor. Während derzeit also 67.000 Euro pro Jahr fällig werden, bezahlte die Stadt davor nur knapp die Hälfte (31.000 Euro) an den Tierschutzverein Neumünster (TVN), der die Tierauffangstelle betrieb. Tauras ergänzte, dass er in Gesprächen mit dem TVN stehe und derzeit ein gutes Gefühl habe: „Der Verein ist wieder auf gutem Weg und stellt die Mängel ab. Das Vertrauen muss aber noch weiter wachsen.“ Er wolle den Rechtsstreit gern beenden und habe dem Verein einen neuen Pachtvertrag angeboten. Der könne eventuell den Erbpachtvertrag ersetzen.

Die Fraktionsvorsitzenden Gerd Kühl (CDU) und Volker Andresen (SPD) sprachen sich erneut dafür aus, den Vertrag mit den Wasbekern nicht zu verlängern, sondern zum TVN zu stehen und der Tierauffangstelle eine neue Chance zu geben. Eine Stadt wie Neumünster brauche ein eigenes Tierheim, meinten sie.

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Ein Artikel von
Thorsten Geil
Chefreporter Neumünster

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