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Neumünster Hitze: Vögel und Insekten brauchen Hilfe
Lokales Neumünster Hitze: Vögel und Insekten brauchen Hilfe
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15:46 25.07.2018
Von Thorsten Geil
Sabine Rieger hat unzählige Tränken und Futterstellen im Garten. In Kokosnüsse hat sie zum Beispiel fetthaltiges Futter gefüllt. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

Sie hat eine ziemlich klare Einstellung: „Wir Menschen brauchen die Natur, aber sie braucht uns normalerweise nicht“, sagt die Tierfreundin und Naturschützerin. Bei der derzeitigen Trockenheit herrscht aber eine Ausnahmesituation.

Die Tiere finden keine Wasserstellen mehr

Sabine Rieger sieht die Menschen in einer moralischen Verpflichtung: „Wir zerstören die Umwelt überall, aber jetzt können wir ein bisschen zurückgeben“, sagt sie. Sie hat in diesem extremen Sommer schon viele verendete Vögel gefunden; eine stark geschwächte Taube fuhr sie vor ein paar Tagen in die Tierklinik. „Es ist ja alles vertrocknet. Die Tiere verdursten ganz einfach, weil sie keine Wasserstellen mehr finden“, sagt sie.

In ihrem Teich leben zwölf Frösche

Da sie in ihrem Garten sehr viel für die Insekten tut, ihnen Brutplätze anbietet und viele blühende Pflanzen anbaut, schwirren bei ihr viele Insekten und dadurch auch viele Piepmätze. „Ich habe hier mitten in der Stadt bis zu 40 Spatzen im Garten, obwohl die auch schon selten geworden sind“, sagt sie. Anfang des Jahres hat sie einen kleinen Teich angelegt und freut sich jetzt über zwölf Frösche, die dort leben.

Jede Tränke bekommt kleine Rettungsinseln

Das Wichtigste sind im Moment die Wasserstellen: Kleine, flache Schalen für Insekten, mittelgroße für Spatz, Meise und Co, und richtige Eimer oder Maurerbütten zum Baden und Trinken für größere Vögel. Das Wasser wird täglich aufgefüllt und die Gefäße schnell gereinigt. Jede Tränke bekommt kleine Rettungsinseln aus Blättern, Holz oder Steinen (je nach Tiefe), damit Insekten, Vögel und Frösche nicht ertrinken.

Futterstellen helfen auch im Sommer

Entgegen früherer Einstellung soll man den Gartenvögeln jetzt auch im Sommer Futterstellen anbieten. Sabine Rieger gibt viel Geld für hochwertiges Körnerfutter aus, kocht aber auch selber etwas zusammen und füllt damit Kokosnüsse, die sie in die Bäume hängt. „Man sollte hartes und weiches Futter anbieten, denn nicht alle Vögel fressen dasselbe“, sagt sie.

Beispiele aus Sabine Riegers Garten, die wichtige Hilfen für die Tiere sind.
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