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Neumünster Von den Lechschwaben zu den Grumis
Lokales Neumünster Von den Lechschwaben zu den Grumis
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09:15 05.06.2018
Von Thorsten Geil
Ingo Kluge steht auf der Klosterinsel. Hinter ihm wird Dienstag die Bühne aufgebaut; der Tanzboden war am Montag schon da. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

„Ich bekam damals den Zuschlag, obwohl ich nicht einmal ein Bierfass wechseln konnte“, sagt Kluge. In den ersten Jahren holte er Radio Schleswig-Holstein (RSH) mit seinen Promi-Moderatoren und bekannte Gruppen wie die Goombay Dance Band auf die Bühne am Ende des Kuhbergs und schaffte damit, was die Stadt sich versprochen hatte: etwas mehr Glamour auf die Köste zu bringen.

Der Power-Tower gilt heute als dunkles Kapitel

Dann stellte Kluge die zweite Bühne auf die Gänsemarkt-Kreuzung, den berüchtigten „West Power-Tower“. Der begeisterte die Teenager mit ihrer unfassbar lauten Musik, gilt in der Stadt aber heute eher als dunkler Fleck in der Kösten-Geschichte: Über die Kreuzung torkelten sehr viele sehr betrunkene Jugendliche (und Kinder) durch ein Scherbenmeer aus geborstenen Alcopop-Flaschen.

2002 setzte er alles auf die weißblaue Karte

Nach drei Jahren war Schluss damit, und Kluge probierte es auf dem Gänsemarkt mit einem Hexendorf, Keltischer Folklore, Blues und Folk. Am anderen Ende des Kuhbergs setzte er 2002 alles auf die weißblaue Karte: „Ich glaubte einfach daran, dass Bierzelt-Atmosphäre auch ohne Zelt geht“, sagt er. Er stellte Bierzeltgarnituren vor die Bühne und die bayerische Stimmungskombo Lechschwaben auf die Bühne. 16 Jahre lang waren die Jungs ein Garant für beste Stimmung, immer drei Abende hintereinander.

2013 strich die Stadt den Kuhberg, und Kluge zog mitsamt Bayernbühne auf die Klosterinsel. Dort passten die Lechschwaben noch besser hin, und die Stimmung war mindestens ebenso gut.

Jetzt kommen Die Grumis

Nach Unstimmigkeiten innerhalb der Band verzichtet Ingo Kluge 2018 zum ersten Mal auf die Lechschwaben, aber er glaubt, die geborenen Nachfolger engagiert zu haben: die Show- und Partyband „Die Grumis“ aus Franken. Kluge: „Das sind echte Profis, die 150 Konzerte im Jahr geben und sogar auf dem Oktoberfest auftreten. Die werden in Neumünster einschlagen.“

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