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Neumünster FEK-Neubau kommt später und wird teurer
Lokales Neumünster FEK-Neubau kommt später und wird teurer
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16:57 23.11.2018
Von Susanne Wittorf
Erhalt nicht mehr sinnvoll: Im Laufe der Entkernung erlebten Planer und Bauleiter böse Überraschungen. Quelle: Susanne Wittorf
Neumünster

Für Matthias von Appen, Leiter der Technischen Abteilung im Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK), und Geschäftsführer Alfred von Dollen ist das nicht die erste schmerzliche Erfahrung beim langwierigen Neubau des stadteigenen FEK. Immer wieder wurde es teurer, immer wieder verzögerte es sich.

Um die Kosten für den zweiten Bauabschnitt zu reduzieren, wollte Generalplaner Uwe Mumm das untere Stockwerk vom Südflügel des bisherigen Haupthauses stehen lassen und als Grundlage für drei neue Geschosse nutzen. Dieser Plan ist nun hinfällig.

Beim Rückbau des Südflügels des Krankenhauses offenbarte sich, dass die alte Bausubstanz den statischen Anforderungen einer Überbauung mit mehreren Stockwerken nicht genügen wird.

Aber es gab weitere Überraschungen. Mal zeigten sich große Einschnitte in tragenden Wänden, dann wieder entdeckten die Arbeiter eine Reduzierung der Materialstärke von 30 auf 8 Zentimeter in der Betonsole. „Alles Unwägbarkeiten, die in keinem Plan verzeichnet waren“, sagte der technische Leiter.

Die Idee der Überbauung war nicht zu halten. Das sah auch der Generalplaner nach eingängiger statischer Prüfung so. Man entschloss sich zum kompletten Abriss des Südflügels. „Die Mehrkosten von 9,5 Millionen Euro hätten wir natürlich gerne vermieden“, sagte Alfred von Dollen, konnte aber berichten, dass das Land Schleswig-Holstein sofort zugesagt habe, sich mit zusätzlichen 5,3 Millionen Euro zu beteiligen. „Über die Restsumme sind wir in guten Gesprächen mit der Stadt“, sagte der Geschäftsführer.

Sollte die Ratsversammlung zustimmen, verbleibt der Eigenanteil des Krankenhauses weiterhin bei 12,8 Millionen Euro. „Diesen Teil der Gesamtkosten von 87,6 Millionen Euro müssen wir erwirtschaften“, so der FEK-Chef. Alfred von Dollen rechnet mit Inbetriebnahme des zweiten Bauabschnitts im vierten Quartal 2021, zehn Monate später als zuletzt geplant.

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