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NBN feiert Premiere mit "Sepenblasen"

Neumünster NBN feiert Premiere mit "Sepenblasen"

Manfred Kaack liebt englische Boulevardstücke. „Ich mag den Wortwitz und die Situationskomik dieses Genres“, verriet der Regisseur der Komödie „Sepenblasen“. Am Sonnabend feierte die Niederdeutsche Bühne Neumünster mit dem Stück Premiere.

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"Puh! Knoblauch!" Mit diesen Erfrischungstüchern kann Bernd Fechter (Holger Krützfeldt) seine Freundin Bea Schuster (Ellen Hansen) nicht überzeugen.

Quelle: Susanne Wittorf

Neumünster. „Sepenblasen“ ist laut Programmheft „eine charmante Verwicklungskomödie mit wunderbarem Wortwitz und viel Situationskomik“ – also eigentlich ganz nach Kaacks Geschmack. Doch die Übersetzung entpuppte sich als sperrig. Manfred Kaack hat einiges umschreiben und streichen müssen. „Ich hätte mir eine stringentere, elegantere Bearbeitung gewünscht“, auch das verriet Regisseur Kaack in der Pause.

Die Zuschauer erlebten einen souveränen Holger Krützfeldt, der als gestresster Unternehmer Bernd Fechter den Verkauf seiner Firma vorbereitet, eine quirlige Manuela Reimers, die als Fechters Tochter Clara an nichts anderes denken kann, als an ihre nahende Hochzeit, und eine überraschend kokette Ellen Hansen, die als Bea Schuster und Freundin der Familie für jedes große und kleine Problem eine verblüffend einfache Lösung parat hat. Neuzugang Norbert Spilok mimte Dr. Arthur Schuster, seines Zeichens Rechtsanwalt und Ehemann von Bea. Birgit Müller, die fünfte Schauspielerin im Bunde, trat als Sonja Mohr, Vertreterin des potentiellen Firmenkäufers, mit viel Bühnenpräsenz in Erscheinung.

Die Geschichte plätscherte über weite Strecken dahin. Den Dialogen fehlte es schlicht an Komik. Hinzu kam, dass die Schauspieler sich kaum bewegen konnten. Nebeneinander auf dem großen Ledersofa sitzend, schwärmten Bernd Fechter und Arthur Schuster von alten Zeiten mit Led Zeppelin und Abba. Seite an Seite plante das Ehepaar Schuster Claras Hochzeit, und auch Sonja Mohr und die zukünftige Braut rückten eng auf dem Sofa zusammen, um über Hoffnung und Liebe zu sprechen. Den Zuschauern bot sich ein immer gleiches Bild mit wechselnden Akteuren.

Die Schauspieler hatten viel Text zu bewältigen und machten ihre Sache gut. Allen voran Ellen Hansen. Für ihre beeindruckende Tango-Lektion „Ran, schliegern, dree mol schütteln, Gott si Dank“, erhielt sie begeisterten Szenenapplaus.

Und ab und zu gewährte die Vorlage den Akteuren auch den angekündigten Wortwitz. „Eers funkt dat und denn knallt dat“, klärte eine eheerfahrene Bea die zukünftige Braut Clara auf.

Von Susanne Wittorf

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