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Neumünster Onkologisches Zentrum geplant
Lokales Neumünster Onkologisches Zentrum geplant
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06:00 05.12.2018
Von Susanne Wittorf
Mitveranstalter, Besucherin, Referent und Organisatorin des Vortrags (v. li.): Dr. Bruno Dannmeier vom Vorstand des Förderkreises des FEK, Onkologistin Heike Imbeck, Chefarzt Dr. Stefan Mahlmann und Carola Kläschen. Quelle: Susanne Wittorf
Neumünster

„Krebs ist eine Zivilisations- und eine Alterserkrankung. Unser Lebensstil und die kontinuierlich steigende Lebenserwartung haben zur Folge, dass in einer älter werdenden Bevölkerung Tumorleiden insgesamt häufiger auftreten“, erläuterte Dr. Stefan Mahlmann am Montagabend während eines VHS-Vortrages in Kooperation mit dem Förderkreis des FEK vor 30 Besuchern. Mehr und mehr Krebserkrankungen können geheilt oder langfristig kontrolliert werden

Die Diagnose Krebs schockiert

„Für zwei Drittel aller Deutschen wird die Diagnose Krebs mit Hoffnungslosigkeit und Unheilbarkeit in Verbindung gebracht“, sagte der Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Nephrologie. Aktuelle Zahlen und Statistiken sprächen jedoch eine andere Sprache. „Vor 1980 starben mehr als zwei Drittel aller Krebspatienten an ihrer Krebserkrankung. Heute kann mehr als die Hälfte auf dauerhafte Heilung hoffen“, sagte der Mediziner.

Entwicklung in der Diagnostik

Diese erfreuliche Entwicklung ist auf eine rasante Entwicklung in der Diagnostik zurückzuführen. Diagnosen werden genauer, individuelle Tumorprofile ziehen auf den jeweiligen Patienten zugeschnittene Therapien nach sich. In seinem einstündigen Vortrag erläuterte er die zahlreichen Therapieoptionen, die Mediziner heute zur Verfügung stehen. „Sämtliche Therapien zielen auf die Verbesserung des Gesamtüberlebens und die Reduktion von Langzeitschäden ab“, sagte Mahlmann.

Interdisziplinäres Onkologisches Zentrum fürs FEK geplant 

Dass kombinierte Therapiekonzepte nur durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Kliniken realisiert werden können, liegt auf der Hand. Im FEK plant man deshalb ein Onkologisches Zentrum, in dem die Kliniken für Pathologie und Onkologie, die verschiedenen Tumorzentren, die unterstützenden Therapien, die Psychosoziale Versorgung, die Palliativmedizin, und die onkologische Pflege eng zusammenarbeiten. Im Sommer 2019 soll das Zentrum etabliert sein.

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