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Neumünster Ordnung und Fairness für neue Mitbürger
Lokales Neumünster Ordnung und Fairness für neue Mitbürger
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06:00 12.03.2019
Von Thorsten Geil
An der Viktoriastraße sollen besonders viele Bulgaren und Rumänen wohnen. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

Das erklärten die SPD-Kreisvorsitzende Kirsten Eickhoff-Weber und der Ratsherr Frank Matthiesen.

Der Ausländeranteil in Neumünster liegt mittlerweile bei etwa zwölf Prozent. Die aus der Türkei stammenden Menschen sind immer noch die mit Abstand größte Gruppe, aber danach folgen bereits Bulgaren und Rumänen.

Die Zahl ist in sechs Jahren um 500 Prozent gestiegen

Seit 2012 ist ihre Zahl in Neumünster um 500 Prozent gestiegen (von etwa 300 auf mehr als 1800 Menschen). Sie leben oft auf engstem Raum in Wohnungen, die kaum noch als vermietbar bezeichnet werden können. Schwerpunkte sind in der Viktoriastraße und im Vicelinviertel.

„Die Wohnbedingungen sind oft erbärmlich, teilweise ohne Wasser und Strom. Die Menschen werden hierher gelockt, bekommen irgendwelche Jobs und werden ausgenutzt“, sagt Frank Matthiesen. Zusätzlich werde oft aus den Sozialkassen aufgestockt oder schwarz gearbeitet. Kirsten Eickhoff-Weber: „In diesem Bereich gibt es Ausbeutung, die unseren reichen Landes nicht würdig ist.“

Die neuen Mitbürger tun sich schwer mit unseren Regeln

Gleichzeitig tun sich die neuen Mitbürger aber oft mit unseren Regeln schwer – teils aus schierer Unkenntnis. Von der Schulpflicht halten viele Eltern nicht allzu viel, von Sauberkeit und Ordnung gibt es oft andere Vorstellungen, von Mülltrennung ganz zu schweigen. Matthiesen: „In der Viktoriastraße und drumherum herrschen zum Teil chaotische Zustände.“

Die Stadtverwaltung soll auf Wunsch der SPD ein Konzept entwickeln, um die Zuwanderer anzusprechen und sie zu integrieren, aber ihnen auch unsere Regeln beizubringen. Dabei soll die Stadt mit anderen Behörden zusammenarbeiten und auch den Kommunalen Ordnungsdienst einbinden. „Da ist dann auch mal eine klare Ansage nötig“, meint Matthiesen. Es gehe um Ordnung und gleichzeitig um Fairness.

"Der OB muss das Thema anpacken"

Die Landtagsabgeordnete Eickhoff-Weber sieht die Verantwortung für den Komplex im Rathaus. „Wir müssen uns kümmern, damit Integration gelingt. Und der Oberbürgermeister muss das Thema anpacken und vorangehen.“

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