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Neumünster Schwungvolle Inszenierung mit viel Witz
Lokales Neumünster Schwungvolle Inszenierung mit viel Witz
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16:37 01.01.2013
Von Karsten Leng
 Gelungene Silvesterpremiere: Jürgen Goldkamp und Birgit Sellhorn verstanden es, ihre Charaktere in der Komödie "Der Neurosen-Kavalier" humorig auf den Punkt zu bringen. Quelle: Karsten Leng
Neumünster.

Regisseur Kai-Uwe Holstein zeigte sich am Vortag mit der Generalprobe zufrieden. Es ist seine erste Regie für die NBN. Durch einen Tipp des Leiters der Flensburger Niederdeutschen Bühne war der Kontakt zu NBN-Chef Jörgen Oerter entstanden. „Das ist ein gutes Schauspiel-Ensemble“, lobte Holstein die Neumünsteraner Darsteller. De Neurosen-Kavalier sei keine Schenkelklopfer-Komödie. „Sie wird im Wesentlichen durch den Hauptdarsteller Jürgen Goldkamp und der Entwicklung seiner Rolle getragen“, so der Gastdramaturg.

Goldkamp spielt mit viel Witz den Ganoven Felix Bollmann, der mit einer neuen „Geschäftsidee“ Kasse macht. Als Weihnachtsmann verkleidet, überfällt er in der Adventszeit Kaufhäuser. Nach einem Coup in Neumünster ist ihm die Polizei auf den Fersen. In seiner Not rettet er sich in die Praxis eines Psychotherapeuten. Der Praxeninhaber ist im Urlaub und Sprechstundenhilfe, das naive Fräulein Engel (fantastisch naiv auf den Punkt von Kerstin Stölting gebracht) glaubt, dass Bollmann der Vertretungsarzt  Doktor de Witt ist (ein wenig steif dargeboten von Gastdarsteller Michael Schmidt). Felix Bollman bleibt nichts anderes übrig, als sich in die Materie der Psychotherapie einzuarbeiten – und das mit erstaunlichen Erfolgen. So befreit er Claudia Carrera (resolut von Simone Schwarzenberger gegeben) von ihrer Babydoll-Phobie. Jürgen „Elvis“ Appelhans (saukomisch von Leon Rückert verkörpert) von seinem Kantinentrauma. Zwischendurch hat er auf dem Behandlungssessel auch Kommissar Maiwald (Dieter Gottwald) zu trösten, der seit Jahren versucht den Kaufhausdieb zu stellen. Als Bollmann die attraktive Fabrikbesitzerin Sybille Bast (sehr gelungen von Birgit Sellhorn gespielt) begegnet, verliebt er sich in sie. Doch sie leidet unter Kleptomanie und klaut ihm seine Beutetasche mit 78000 Euro.  Ein humoriges Verwirrspiel um Liebe und Entdeckung mit Happyend nimmt seinen Lauf. Fazit: Schwungvoll inszeniert.

Weitere Aufführungen: 4.1., 7.1., 8.1., 9.1.; Studio-Bühne, jeweils 20 Uhr; 5.1.; Studio-Bühne, 15 Uhr; 10.1., 11.1., 12.1.; Stadthalle; jeweils 20 Uhr; 13.1.; Studio-Bühne, 16 Uhr; Karten im Vorverkauf: Auch & Kneidel (Großflecken), Tel. 04321/44064 und an der Abendkasse

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