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Neumünster 21-Jähriger wegen Raubes verurteilt
Lokales Neumünster 21-Jähriger wegen Raubes verurteilt
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19:08 27.09.2018
Von Frida Kammerer
Das Gerichtsgebäude in Neumünster, wo der Prozess stattfand. Quelle: Frida Kammerer
Neumünster/Boostedt

Kurz nach 22 Uhr betraten die beiden Männer die Tankstelle durch die Hintertür und bedrohten die Mitarbeiterin mit einem Küchenmesser. Beide trugen weiße Kleidung, schwarze Rucksäcke und schwarze Schuhe. Sie waren so zwei ehemaligen Klassenkameraden aufgefallen, die mit ihren Fahrrädern in der Nähe standen und später die Polizei riefen. Aus einer Leggins der Schwester hatten sich die Täter Sturmhauben gebastelt.

460 Euro, Zigaretten und Whisky erbeutet

Der Angeklagte und sein gesondert angeklagter Komplize konnten die Geldkassette mit etwa 460 Euro erbeuten. Außerdem stahlen sie 14 Packungen Zigaretten und mehrere Flaschen Whisky. Der 21-Jährige nahm das Portemonnaie der Zeugin mit, in dem sich ihre Papiere sowie circa 10 Euro befanden. Während der 22-jährige Komplize die Geldkassette im Rucksack verstaute, hat sich der 21-Jährige bemüht die Tankstellenmitarbeiterin zu beruhigen. „Sie waren der nette Herr, der sich daneben gesetzt hat“, kommentierte die Richterin die polizeiliche Aussage des Opfers.

Angeklagter bekundet Reue

Die Täter wurden wenig später geschnappt, der Angeklagte war bereits wegen diverser Raub-Delikte der Polizei bekannt. Noch immer von Alkohol und Drogen beeinflusst gab der Angeklagte sofort das Diebesgut an die Polizei heraus. Laut Polizeibericht hat er die Geldscheine teilweise aus seinen Socken gezogen und sagte: "Ich habe die Tankstelle überfallen, nehmen Sie mich fest". Die Richterin fragte den Angeklagten, ob er davon ausgegangen sei, dass er nicht geschnappt wird. "Ich wusste schon, dass das aufgedeckt wird, ich hab im Drogenrausch nicht nachgedacht", erklärte sich der 21-Jährige. "Das war eine Scheißaktion und tut mir leid". Vor dem Haftprüfungstermin hatte er auf eigene Initiative hin einen Entschuldigungsbrief an die Tankstellenmitarbeiterin geschrieben.

Der Komplize wurde nach Abschluss der polizeilichen Erstmaßnahmen freigelassen und wird gesondert angeklagt.

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