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Kanal nur einspurig befahrbar

Böschung abgerutscht Kanal nur einspurig befahrbar

Am Nord-Ostsee-Kanal ist nahe Dückerswisch ein Teil der durch den Regen aufgeweichten Kanalböschung weggerutscht und mitsamt eines Weges im Kanal versunken. Als Ursache wird auch der starke Regen der vergangenen Wochen vermutet.

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Die Ausweichstelle Dückerswisch am Nord-Ostsee-Kanal ist nach der Böschungsrutschung nur noch halbseitig befahrbar.

Quelle: Frank Behling

Burg. Die Meldung ging kurz vor 10.30 Uhr bei der Revierzentrale Brunsbüttel ein. Auf der Nordseite der Kanalböschung bei der Ausweichstelle Dückerswisch gab es eine Böschungsrutschung. Dort, wo vorher ein Weg und eine steinige Uferbefestigung waren, klafft jetzt ein tiefes Loch in der Böschung. "Wir haben sofort die nördliche Seite des Fahrwassers gesperrt und eine Geschwindigkeitsbeschränkung von zehn Kilometern pro Stunde für die Schifffahrt erlassen", sagt Thomas Fischer, Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel.

Noch am Mittag wurden Experten zusammengeholt, um die Auswirkungen und möglichen Folgen der Rutschung zu erörtern. Brisant ist die Lage deshalb, da das Hinterland in dem Bereich teilweise deutlich niedriger als der Nord-Ostsee-Kanal ist. Sollte die durchweichte Böschung mitsamt Deich undicht werden, droht eine Überflutung des Hinterlands. "Wir haben vorsorglich den Uferbereich für jeglichen Verkehr sperren lassen", sagt Fischer. Um weitere Daten die Böschung zu erhalten, wurde das Peilschiff "Orka" von Rendsburg nach Dückerswisch geschickt. Es hat bereits am Nachmittag mit seinem Sonargerät erste Messungen des Kanalbodens vorgenommen. Die Reparatur des betroffenen Bereichs wird Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern.

Für die Kanalschifffahrt ist die Ausweichstelle Dückerswisch von großer Bedeutung. Da der Streckenabschnitt bis zur nächsten Weiche bei Fischerhütte sehr lang ist, würde eine Sperrung der Weiche zu erheblichen Wartezeiten für Schiffe auf dem Kanal führen. Aufgrund des stürmischen Wetters wird der Kanal gerade in diesen Tagen stark genutzt.

Als Ursache wird der Regen vermutet. Die Böschungsbereiche sind bereits seit Wochen durch die Niederschläge aufgeweicht. Hinzu komme, dass dort zum Teil sehr feiner Sand sein, so Fischer.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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