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Nord-Ostsee-Kanal Kollision im Nebel auf dem Nord-Ostsee-Kanal
Lokales Nord-Ostsee-Kanal Kollision im Nebel auf dem Nord-Ostsee-Kanal
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11:14 19.03.2016
Von Frank Behling
Die "Empire" wurde bei dem Zusammenstoß laut Angaben der Wasserschutzpolizei geringer beschädigt. Quelle: Frank Behling (Archivbild)
Rendsburg

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen war der niederländische Containerfrachter „Empire“ in der Weiche Breiholz von dem aus Kiel kommenden Frachter „Paula Anna“ gerammt worden. Zum Unglückszeitpunkt herrschte auf dem Kanal streckenweise dichter Nebel. Die 170 Meter lange und 25 Meter breite „Empire“ war nach Ermittlungen der Wasserschutzpolizei auf der Reise von Bremerhaven mit Containern nach Gdingen. Sie hatte in der Ausweichstelle gegen 23.30 Uhr ein Stopsignal bekommen und musste auf die aus Kiel entgegenkommende „Paula Anna“ warten. Der 106 Meter lange Stückgutfrachter wollte die Weiche gegen Mitternacht passieren.

Dabei geriet das in St. Johns auf der Karibikinsel Antigua beheimatete Schiff aus bislang noch ungeklärter Ursache vor den Bug der wartenden „Empire“. Es kam zu einem Zusammenprall. Beide Schiffe konnten nach kurzer Untersuchung ihre Fahrt bis Kiel und Brunsbüttel fortsetzen. Eine Sperrung des Kanals war nicht erforderlich.

Die „Paula Anna“ wurde bei dem Zusammenstoß schwer beschädigt und hat in Brunsbüttel festgemacht. Die „Empire“ wurde am Morgen in Kiel am Voithkai durch die Wasserschutzpolizei untersucht. Sie hat nur leichte Beschädigungen an ihrem für die Fahrt durchs Eis verstärkten Vorschiff davongetragen. In der Kanalweiche Breiholz hatte es nach Polizeiangaben bereits am 20. Februar eine Kollision gegeben. Dabei war der Tanker „Prospero“ beim Überholmanöver von dem Bohrinselversorger „EDT Hercules“ gerammt worden.

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