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Nord-Ostsee-Kanal Der Verkehr bricht wieder ein
Lokales Nord-Ostsee-Kanal Der Verkehr bricht wieder ein
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10:00 29.08.2018
Von Frank Behling
Der Verkehr im Nord-Ostsee-Kanal lässt nach. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Eigentlich hatten sich die Passagezahlen 2017 erholt, nachdem sie 2016 schon unter die Marke von 30000 Schiffen gerutscht waren. Bei der für die Gebühren maßgeblichen Schiffsgröße gab es laut der Zahlen einen Rückgang von 240000 auf 65,92 Millionen BRZ (Brutto-Raum-Zahl).

Laut Statistik der Verwaltung fuhren im ersten Halbjahr 14934 Schiffe auf dem Kanal, die 43,3 Millionen Tonnen Ladung beförderten. Von Januar bis Juni lag die Zahl der Schiffe damit nur um 0,8 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Ob bis zum Jahresende das Vorjahresergebnis von 30269 Schiffen mit 86 Millionen Tonnen Ladung erreicht wird, ist noch offen, denn der Juli und August waren nach ersten Erhebungen ebenfalls sehr schwache Monate.

Die schwerste Delle bescherte dem Kanal der März, in dem mit 2363 fast 300 Schiffe weniger als im Februar 2017 gezählt wurden. Grund ist die Havarie des Frachters „Akacia“, der am 19. Februar in der Kieler Südschleuse ein Tor demoliert hatte. Der Nord-Ostsee-Kanal bekommt aber auch die Probleme Hamburgs zu spüren. Immer mehr Ladung wandert von der Elbe nach Rotterdam ab. Erst vergangene Woche hatte der Hamburger Hafen einen starken Rückgang beim Umschlag von Containern für die Ostsee gemeldet – das Minus im ersten Halbjahr beträgt 4,4 Prozent.

Die Makler fordern, dass der Ausbau der Oststrecke des Kanals zügig beginnt. Seit zehn Jahren wird zwischen Königsförde und Kiel die Begradigung von drei Kurven geplant.

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