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Nord-Ostsee-Kanal Kanal durch Frachter blockiert
Lokales Nord-Ostsee-Kanal Kanal durch Frachter blockiert
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10:00 24.12.2017
Von Frank Behling
Der Frachter "MSM Dolores" havarierte auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Kiel. Quelle: Frank Behling

Gegen 20 Uhr war kurz vor Kiel der Frachter „MSM Dolores“ aus noch ungeklärter Ursache mit der Böschung kollidiert. Bei der Havarie fuhr das 109 Meter lange Frachtschiff zunächst mit dem Bug bei Kanalkilometer 88,5 in die Nordseite der Kanalböschung. Danach drehte sich der Frachter im Fahrwasser und steckte kurz danach auch mit dem Heck auf der Südseite an der Böschung fest.

Der Kanalabschnitt zwischen der Fährstelle Landwehr und das Ausweichstelle Schwartenbek bei Kiel-Suchsdorf war damit für alle Schiffe blockiert. Der in Zypern registrierte Frachter konnte von der Besatzung nicht wieder mit eigenen Mitteln aus der Notlage befreit werden. Die Verkehrszentrale Brunsbüttel alarmierte deshalb den Notfallschlepper „Bülk“ sowie zur Unterstützung noch den Schlepper „Holtenau“ der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK). Die beiden Schlepper konnten den Frachter kurz vor 23 Uhr wieder von der Böschung wegziehen und so die Vollsperrung der Wasserstraße beenden.

Im Anschluss an die Bergung wurde der Frachter zum Nordhafen nach Kiel geschleppt, wo Beamte der Wasserschutzpolizei die Ermittlungen an Bord gegen Mitternacht aufnahmen. Am Voithkai müssen am Heiligabend nun die Gründe für die Havarie ermittelt werden. Dabei müssen Taucher auch Rumpf, Propeller und Ruder auf Schäden hin untersuchen. Erst danach darf die „MSM Dolores“ die Fahrt zur Ostsee fortsetzen. Das Schiff befindet sich auf der Reise von Lissabon nach Bronka in Russland. Wann die Reise genau fortgesetzt werden kann, entscheidet nach der Untersuchung des Frachters die Berufsgenossenschaft Verkehr.  

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