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Nord-Ostsee-Kanal Schleusentor bis Ostern ausgetauscht
Lokales Nord-Ostsee-Kanal Schleusentor bis Ostern ausgetauscht
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16:15 05.03.2018
Von Frank Behling
Frachter rammt Schleuse: Die Havarie hat ein gewaltiges Loch im Schleusentor in der großen Südschleuse in Kiel-Holtenau hinterlassen. Quelle: Frank Behling
Kiel

Mit einer bislang beispiellosen Bergungsaktion wollen Techniker der Rendsburger Werft Nobiskrug das schwer beschädigte Schleusentor in zwei Teile zerschneiden. Dabei wird am Nord-Ostsee-Kanal auch erstmals die Technik mit einem Diamant-Säge-Seil angewendet. Dieses Verfahren ist bislang aus der Schiffsbergung bekannt. Große Frachter wurden damit auf dem Meeresboden in Scheiben geschnitten.

Wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau am Montag mitteilt, sollen die Sägearbeiten voraussichtlich am Mittwoch  beginnen und bis Freitag beendet werden. Bereits in der nächsten Woche soll dann mit dem Abbergen  der beiden Hälften des Schleusentores begonnen werden. Es ist geplant, beide Hälfte mit einem Schwimmkran auf Pontons zu setzen und zu einer Werft in Kiel zu bringen.

Schleusentor wurde von "Akacia" gerammt

Das Schleusentor war in der Nacht zum 20. Februar 2018 durch den Frachter "Akacia" gerammt und schwer beschädigt worden. Der Gesamtschaden sowie die Kosten für die Bergung belaufen sich auf rund 27 Millionen Euro. Die Bergungsaktion wird nach derzeitigem Stand etwa zwei Wochen dauern.

Danach erfolgt dann die Untersuchung der Schienen und des Bodens unter dem Tor. "Wenn diese Untersuchung für uns keine Überraschungen bringt, könnten wir in der Woche vor Ostern eines unserer beiden Reservetore einbauen", sagt Visser. Erfolgt das auch ohne Probleme, wäre möglicherweise am 28. oder 29. März die Freigabe der Kammer für den Schiffsverkehr.

"Akacia" aus Arrest entlassen

Die Freigabe hat auch der Eigner des Unglücksfrachters "Akacia". Der Containerfrachter wurde nach der Bereitstellung der Sicherheit von über 8,6 Millionen Euro am Sonntag aus dem Arrest entlassen. Der mit Containern der Reederei Maersk (Dänemark) beladene Frachter soll am Dienstag von seinem Liegeplatz zum Hamburger Hafen geschleppt.

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