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Nord-Ostsee-Kanal Grünes Licht am Nord-Ostsee-Kanal
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20:02 06.04.2018
Von Marco Nehmer
Seit Freitagnachmittag läuft der Schiffsverkehr wieder durch die Südschleuse. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Bei bestem Wetter fanden die letzten Arbeiten statt. "Es ist jeder mit dabei, der irgendwo verfügbar ist", sagte Matthias Visser, Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau. Jedoch waren weit weniger Schaulustige vor Ort als noch bei der Bergung des havarierten Schleusentors in der Woche zuvor. Tausend Tonnen Stahl am Haken – das zog Hunderte Menschen an.

Das Absenken des Reservetores durch Ablassen von Luft aus den Ballasttanks war am Ende dann doch Routine. "Es läuft alles nach Plan, das Tor ist derzeit noch dabei, eingebaut zu werden. Die Freigabe ist für heute Nachmittag geplant", sagte Visser am Freitagmittag. Die Aktion, die bereits um 7 Uhr morgens begonnen hatte, konnte nach letzten Restarbeiten schließlich mit Erfolg beendet werden.

Vorangegangen war ein wochenlanger Prozess. Auf die Demontage der verbogenen Stahlteile durch die Rendsburger Werft Nobiskrug folgte das Zerlegen des Tores mit Sägeseilen und Schneidbrennern. Zuletzt konnte nach Tauchuntersuchungen grünes Licht gegeben werden: Am Schleusenbauwerk und den Torschienen waren die befürchteten Schäden ausgeblieben.

Was mit den ausgebauten Torhälften nun passiert, ist noch unklar. Sie stehen derzeit bei der German Naval Yards. Dort entscheidet sich, ob eine Reparatur möglich oder die Anschaffung eines neuen Tores nötig ist.

In der Nacht zum 20. Februar war es zur folgenschweren Kollision der "Akacia" mit dem Schleusentor gekommen. Der 149 Meter lange, unter portugiesischer Flagge fahrende Frachter befindet sich derzeit in Hamburg zur Reparatur. Der entstandene Gesamtschaden soll sich nach derzeitigen Schätzungen auf 27 Millionen Euro belaufen.

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