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Nord-Ostsee-Kanal 20 Millionen für das Schleusentor
Lokales Nord-Ostsee-Kanal 20 Millionen für das Schleusentor
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09:35 24.02.2018
Von Frank Behling
Der Frachter „Akacia“ ist in Kiel-Holtenau in die Schleuse gefahren und steckte im Schleusentor fest. Quelle: Frank Behling

Die Suche nach einer Lösung zur Bergung des schwer beschädigten Schleusentores in Kiel-Holtenau geht in die heiße Phase. Anfang der Woche soll feststehen, wie das rund 1000 Tonnen schwere Bauwerk gehoben wird. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau will eine möglichst schnelle und sichere Bergung. Eine Ausschreibung wird es nicht geben, hieß es.

Das Schleusentor war in der Nacht zum Mittwoch von dem Frachter „Akacia“ gerammt worden. Der für die Eisfahrt verstärkte Bug der „Akacia“ war durch das Tor durchgebrochen und hatte dabei Schäden in einem bislang nicht gekannten Ausmaß angerichtet. Techniker zogen nach Auswertung der Bilder den Vergleich mit der Wirkung eines Torpedotreffers.

Schaden an der Schleuse in Kiel: Über 20 Mio. Euro

Erste Schätzungen gehen inzwischen von einem Reparaturbetrag aus, der weit über dem Neuwert eines Tores liegt. Zusammen mit den Kosten für die Bergungsaktion soll nach KN-Informationen ein Gesamtschaden von mehr als 20 Millionen Euro kalkuliert worden sein. Offiziell bestätigt wurde die Summe bisher aber noch nicht.

Die „Akacia“ liegt weiter in Kiel. Sie hat ein Auslaufverbot. Inzwischen gibt es hinter den Kulissen auch einen Rechtsstreit. Der Grund: Die Schifffahrtsverwaltung will das Schiff erst dann in eine Werft weiterfahren lassen, wenn vom Eigner oder der Versicherung eine Sicherheit hinterlegt wurde. Geschieht das nicht, wird das Schiff in Kiel „in die Kette“ gelegt und versteigert.

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Die Südschleuse wird länger ausfallen. Der Schaden durch den Aufprall des Frachters „Akacia“ ist so groß, dass sich das Schleusentor nicht wie geplant ausbauen lässt. Am Mittwoch hatten Spezialisten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau das angeschlagene Schleusentor untersucht.

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