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Streit um Parkplätze und Marktstände

Bluesfest Eutin Streit um Parkplätze und Marktstände

Die Atmospähre zwischen den Veranstaltern des internationalen Bluesfestes und der Stadt Eutin ist wieder einmal vergiftet. Der Verein Baltic Blues wirft der Verwaltung vor, das renommierte Festival zu behindern. Es gebe Einnahmeverluste, die Zukunft sei gefährdet.

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Georg Schroeter und Marc Breitfelder eröffneten 2017 die 28. Blues Baltica. Jetzt gibt es Streit zwischen Veranstalter und Stadtverwaltung.

Quelle: Ralph Böttcher (Archiv)

Eutin. Grund für den Ärger sind ein Parkverbot vor dem Rathaus während des 29. internationalen Bluesfestes (18. bis 21. Mai) und angeblich nachträglich erteilte Standgenehmigungen für Marktbeschicker bei der German Blues Challenge (29. Juni bis 1. Juli).

Die ungeklärten Verhältnisse würden die Verhandlungen mit Standbetreibern behindern, sagt Schatzmeister Helge Nickel. Er beziffert Verlust auf 7000 Euro.

Eine Absage 2018 würde den Verein ruinieren

„Die Veranstaltungen 2018 werden noch durchgeführt, da eine Absage den Verein ruinieren würde“, sagte Vorsitzende Barbara Bloch.

Für die Organisatoren sind Autos direkt an der Bühne auf dem Marktplatz unverzichtbar. Sie erinnern an einen Zwischenfall im vergangenen Jahr, als die 74-jährige Blues-Diva Trudy Lynn im strömenden Regen zum Parkplatz gehen musste. Mit verdreckten Schuhen und feuchtem Kleid habe sie auf der Bühne gestanden.

Deutschlandfunk sagt Übertragung ab

Noch härter trifft den Verein die Ankündigung des Deutschlandfunks, in diesem Jahr keinen Übertragungswagen nach Eutin zu schicken. „Weil wir den Parkraum auf die Innenfläche verlegen mussten, konnten wir den Stellplatz nicht bestätigen.“ Nun fährt der DLF zu einem anderen Festival, den Eutinern gehen nach Nickels Angaben 3000 Euro verloren.

Fischstand: Geruch bis vor die Bühne

Mit weiteren 4000 Euro Verlust rechne er, wenn der Wochenmarkt mit der Blues Challenge kollidiert. Dem Verein würden lukrative Standflächen verloren gehen. Besonders anrüchig finden die Musikmacher die Nachbarschaft eines Fischstandes: „Der Geruch ist bis weit vor der Bühne wahrnehmbar.“

Eutins Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt sagte, der Verein Baltic Blues habe Genehmigungen der Ordnungsbehörde widersprochen – jedoch ohne Begründung. „Sobald diese Begründung vorliegt, haben wir auch wieder eine Diskussionsgrundlage. Jetzt ist der Verein am Zug.“

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Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

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