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Brot kommt eben nicht nur aus dem Supermarkt-Regal

Bosauer weihen am Sonnabend ihr Backhaus ein Brot kommt eben nicht nur aus dem Supermarkt-Regal

Mit dem Bau eines Backhauses im Garten der Dunkerschen Kate in Bosau haben Bürger und Gemeinde eine Attraktion für Urlauber und Einheimische geschaffen. Am Sonnabend, 24. Oktober, wird das Bauwerk ab 11 Uhr offiziell eingeweiht.

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Bosau. Die Idee zur Gründung einer Backhaus-AG hatten Mitglieder der Gartengruppe, die sich seit 20 Jahren um die Grünanlage rund um die historische Kate kümmert. Der Arbeitsgemeinschaft gehören neben Alt-Bürgermeister Joachim Herrmann und Architekt Fritz Roth auch Jürgen Murza, Waldemar Koglin, Heidrun Geffert, Heike Koglin, Martina Reiter, Monika Storm und Ruth Marxen an. Sie wollten einen Ersatz schaffen für den Hühnerstall „Villa Huhn“ auf dem Gelände, der Hühner und indische Laufenten beherbergt hatte, aber in Folge der Vogelgrippe geschlossen worden war.

Für den Neubau nahm man in Kauf, einen historischen Pavillon zu versetzen, und machte sich an die Pläne. Herrmann kümmerte sich um die Finanzierung, Roth um die Entwürfe. 70 Jahre alte Dachpfannen wurden von einem neu einzudeckenden Haus in Hassendorf übernommen, damit das Backhaus optisch zur Kate passt, Bosauer Handwerksbetriebe packten mit an, und der 90 Zentimeter mal 1,40 Meter messende Ofen wurde als Bausatz gekauft. Durch Spenden kamen laut Herrmann 6450 Euro zusammen, die Sparkassen-Kulturstiftung gab 2000 Euro, die Gemeinde als Träger ist mit rund 6100 Euro dabei, und mit etwa 7450 Euro beteiligt sich die AktivRegion Schwentine-Holsteinische Schweiz mit EU-Mitteln. Vor der Einweihung war Probelauf: Murza, Koglin, Herrmann und Roth heizten mit Holzscheiten den Ofen ein, der nach drei Stunden bis zu 350 Grad heiß ist und danach eine Backzeit von vier Stunden gewährleistet.

Ab und zu darf

auch eigener Teig

mitgebracht werden

Bäckermeisterin Elke Salewski und Bäcker Christian Lüth aus Bosau haben sich für Backtage zweimal pro Monat sowie drei Vorführungen in der Saison zur Verfügung gestellt, an denen jedermann, auch Kindergartenkinder und Grundschüler, Teig mitbringen darf. „Vielleicht können wir auf diesem Wege der nachfolgenden Generation die Entstehung eines Brotes nahebringen, und die Besucher kommen miteinander ins Gespräch“, fasste Herrmann die gesellige und Wissen vermittelnde Intention zusammen. og

Wer keinen eigenen Teig zubereiten möchte, kann diesen auch bei Salewski (Haus Schwanensee, Plöner Straße) vorbestellen. Zur Einweihung am Sonnabend bringen die Bäcker Teig für Brote und Kuchen mit. Gegen 12 Uhr will die Gartengruppe Besucher auch mit Suppen und Getränken bewirten.

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