Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Ostholstein Durchsuchungen gegen Hasspostings
Lokales Ostholstein Durchsuchungen gegen Hasspostings
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:12 14.06.2018
Mit dem mittlerweile dritten Aktionstag gegen Hasspostings wollen die Ermittler unterstreichen, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Quelle: Ole Spata
Anzeige
Lübeck

Zur Bekämpfung von Hasskommentaren im Internet hat die Polizei am Donnerstag in zehn Bundesländern Wohnungen durchsucht. Darunter war auch die Bleibe eines Mannes im Kreis Ostholstein, wie die Polizei mitteilte. Der 50-Jährige stehe im Verdacht, mit seinem Smartphone in einer Messenger-Gruppe Gewaltvideos mit fremdenfeindlichen und rassistischen Inhalten verbreitet zu haben. Das Smartphone des Beschuldigten sei sichergestellt worden.

Die Aktion in zehn Ländern richtete sich gegen insgesamt 29 Beschuldigte. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, im Internet strafbare Hasskommentare wie etwa antisemitische Beschimpfungen oder fremdenfeindliche Volksverhetzungen gepostet zu haben. Sie werden zudem der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten verdächtigt.

Internet ist kein rechtsfreier Raum

An dem bundesweiten Durchsuchungen waren nach Angaben des Bundeskriminalamtes 20 Polizeidienststellen in Berlin, Bayern, Brandenburg, Hessen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Thüringen beteiligt.

Mit dem mittlerweile dritten Aktionstag gegen Hasspostings wollen die Ermittler unterstreichen, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Volksverhetzung in sozialen Netzwerken oder Onlineforen kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden. Das Bundeskriminalamt ruft dazu auf, Hetze und Hass im Internet bei der Polizei anzuzeigen.

Von dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Amtsgericht Eutin hat gegen einen 15 Jahre alten Einbrecher Haftbefehl erlassen. Der als Intensivtäter geltende 15-Jährige sitzt seit dem 7. Juni in der Justizvollzugsanstalt Neumünster in Untersuchungshaft, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

12.06.2018

Ein 29-jähriger Ostholsteiner hat sich am Sonnabend auf Fehmarn bei einem Unfall mit einem umgebauten Rasenmähertrecker verletzt. Laut Polizeistation Fehmarn fuhr er auf dem Radweg entlang der Kreisstraße 49 in Richtung Puttgarden.

11.06.2018

Aus Wut darüber, dass seine Ehefrau ihn verlassen will, verletzt ein 44-Jähriger sie und ihren Vater lebensgefährlich. Ein Gericht verurteilt den Angreifer deshalb zu knapp fünf Jahren Haft. Ein Tötungsvorsatz konnte nicht zweifelsfrei bewiesen werden.

11.06.2018
Anzeige