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Ostholstein Staatsanwältin fordert zehn Jahre Haft
Lokales Ostholstein Staatsanwältin fordert zehn Jahre Haft
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13:57 29.08.2018
Der Angeklagte hatte gestanden, seine Frau mit einem Kaffeebecher niedergeschlagen und sie anschließend mit zehn Messerstichen getötet zu haben. Nun muss er ins Gefängnis.
Lübeck

Der Angeklagte habe zwar in der Hauptverhandlung vor dem Lübecker Landgericht umfassend ausgesagt, sagte Staatsanwältin Ann-Sophie Portius am Mittwoch. Doch seine Aussage, er habe von vorne auf seine Frau eingestochen, sei durch die Verletzungen zweifelsfrei widerlegt.

Der Angeklagte hatte gestanden, seine Frau mit einem Kaffeebecher niedergeschlagen und sie anschließend mit zehn Messerstichen getötet zu haben. Auslöser war ein Streit um das Sorgerecht für den damals sechs Jahre alten gemeinsamen Sohn. Der Junge war während der Tat im Haus. Erst danach brachte der Vater ihn zu den Großeltern und stellte sich der Polizei.

Für die Mutter und den Bruder der Getöteten als Nebenkläger sei die Tat Mord gewesen, sagten deren Anwälte. Sie forderten eine hohe Haftstrafe für den Angeklagten, stellten jedoch keine konkreten Anträge. Der Verteidiger des Angeklagten ging dagegen von einer Tat im Affekt aus und beantragte eine Strafe von höchsten neun Jahren wegen Totschlags. Das Urteil soll am 7. September (9.00 Uhr) verkündet werden.

Von lno

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