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Großeinsatz für Feuerwehren und THW

Hochwasser Großeinsatz für Feuerwehren und THW

Es war der lang anhaltende Regen im Bereich Heiligenhafen und Großenbrode, der am Sonnabend die Feuerwehren im nördlichen Ostholstein in Atem hielt. Um 12.30 Uhr wurde die Feuerwehr Heiligenhafen zu einem Einsatz in den Klaustorfer Weg alarmiert, der zu einem Großeinsatz mit THW wurde.

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Das Wasser steigt so stark bei einem Baumarkt an, dass die Feeurwehr und das THW es wegpumpen müssen. Wie hoch der Schaden für den Baumarkt sein wird, steht zur Zeit noch nicht fest.

Quelle: Arne Jappe (arj)

Heiligenhafen. Dort war ein Bach übergelaufen und das Wasser konnte ungehindert in das Gebäude fließen. Kurze Zeit später meldete ein Baumarkt im Ortmühlenweg „Land unter“. „Die Kanalisation schafft einfach die Wassermassen nicht mehr.“, sagt der stv. Gemeindewehrführer der Feuerwehr Heiligenhafen Olaf Heisler. Den Einsatzkräften vor Ort bot sich eine chaotische Lage. Große Teile vom Außenbereich waren mehrere Zentimeter unter Wasser und auch im Inneren des Gebäudes war das Wasser schon rein gelaufen. Wie hoch der Schaden für den Baumarkt sein wird, steht zur Zeit noch nicht fest.

Unterstützung von THW und weiterer Feuerwehr

Zu weiteren Unterstützung wurden die Feuerwehr Oldenburg und das THW Oldenburg mit ihren Hochleistungspumpen nach Heiligenhafen geordert. Die Oldenburger Feuerwehr pumpten ca. 5000l pro Minute aus dem Bach am Klaustorfer Weg und das THW unterstützte die Feuerwehr Heiligenhafen beim Abpumpen im Ortmühlenweg. Auch weitere Einsätze im Stadtgebiet von Heiligenhafen mussten in der Zeit bewältigt werden. Als die Feuerwehren um 18 Uhr die Pumpen kurz ausstellten um die Situation neu zu bewerten, stieg der Pegel innerhalb von Minuten wieder rasant an, so dass es hieß: weiter pumpen. Der Einsatz wird laut der Einsatzleitung vor Ort noch mehrere Stunden dauern und sogar in die Nacht hineingehen. Insgesamt waren ca. 60 Einsatzkräfte in Heiligenhafen im Einsatz.

Wasser kam auch von den Feldern

Ein gleiches Bild in Lütjenbrode bei Großenbrode. Hier wurde ein Bach zu einem reißenden Strom. Die Feuerwehren aus Großenbrode, Neukirchen und Gemeinde Gremersdorf  pumpten an etlichen Stellen das Wasser zurück in die Kanalisation. Die Feuerwehr sperrte sämtliche Zufahrten in die Ortschaft, da überall Gullideckel offen auf der Straße lagen oder bei Mittelhof die Straße gleich ganz überflutet war. Das Wasser floss von den höher gelegten Feldern in den Ort. Auch hier wird der Einsatz noch spät bis in die Nacht hinein gehen.

Von Arne Jappe

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