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Ostholstein Mehrfamilienhaus in Flammen
Lokales Ostholstein Mehrfamilienhaus in Flammen
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06:39 07.11.2018
Von der Drehleiter aus versuchte die Feuerwehr, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Quelle: Arne Jappe
Heiligenhafen

Großalarm für die Feuerwehr Heiligenhafen am Dienstagabend: Um 19.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Hafenstraße gerufen. Es sollte einer der schwersten Einsätze der vergangenen Zeit werden. Über Stunden war das Feuer nicht unter Kontrolle zu bringen.

Zunächst war völlig unklar, ob sich noch Menschen in dem Haus befanden. Gerüchten zufolge sollten noch eine Frau und mehrere Kinder vermisst werden. Ein Gerücht, dass sich schnell als falsch herausstellte. Nach Angaben der Polizei sind drei Menschen in dem Haus gemeldet, deren Verbleib bereits gegen 20 Uhr geklärt war. Wegen der Gefahr, die von dem Feuer ausging, mussten allerdings 16 Menschen ein Nachbarhaus verlassen. Sie wurden im Gerätehaus der Feuerwehr Heiligenhafen durch die SEG, die schnelle Eingreifgruppe des Kreises Ostholstein, betreut und mit Getränken versorgt. Unterdessen versuchte die Feuerwehr über Stunden, den Brand unter Kontrolle zu bringen.

Kein Innenangriff möglich

Als die Feuerwehrleute an der Hafenstraße eintrafen, brannte die rechte Seite des Daches in voller Ausdehnung. Dann zündete das Feuer durch und erfasste das gesamte Dach. Eine viel zu gefährliche Situation, so dass der Einsatzleiter, der Heiligenhafener Gemeindewehrführer Michael Kahl, keinen Innenangriff verantworten konnte. Die große Hitze und die Gefahr weiterer Durchzündungen machten es zunächst unmöglich, im Inneren des Gebäudes gegen die Flammen vorzugehen. Zumal der Fußboden der Dachgeschosswohnung bereits durchgebrannt und eingestürzt war.

Der Feuerwehr blieb nichts anderes übrig, als von außen gegen das Feuer vorzugehen. Die Drehleiter der Feuerwehr Heiligenhafen war längst in Stellung gebracht, um von oben Wasser in das Haus zu pumpen. Die Reste der Dachhaut wurden aufgerissen, um besser an den Brandherd heranzukommen. Immer wieder schlugen helle Flammen in den Nachthimmel.

Es flammten immer wieder Brandnester auf

Erst um 21.45 Uhr konnte es die Einsatzleitung riskieren, Atemschutztrupps ins Erdgeschoss und ins 1. Obergeschoss des Hauses zu schicken. Unter Kontrolle war das Feuer da noch lange nicht. Das Obergeschoss blieb bis in die Nacht nicht zugänglich für die Löschmannschaften. Noch am späten Abend flammten immer wieder Brandnester auf. Die Löscharbeiten dauerten bis weit in den Mittwoch hinein.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Heiligenhafen und Großenbrode. Nur so konnte die benötigte Zahl der Atemschutzträger in den Einsatz geschickt werden. Der Rettungsdienst, der zunächst in großer Stärke vor Ort war, konnte bald zum Teil wieder abrücken, da sich die Befürchtung, es könnten noch Menschen im Haus sein, nach Meldungen vom Dienstagabend nicht bewahrheitete. Die Hafenstraße war die ganze Nacht über zwischen Wilhelmplatz und Binnensee gesperrt

Arne Jappe

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