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Ostholstein Urteil im Wulfsdorfer Mordprozess erwartet
Lokales Ostholstein Urteil im Wulfsdorfer Mordprozess erwartet
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07:57 23.11.2018
Nach rund drei Monaten geht am Lübecker Landgericht der Prozess gegen einen Mann aus Wulfsdorf (Kreis Ostholstein) zu Ende, der seine Frau getötet und im Garten vergraben haben soll. Quelle: Beke Zill
Lübeck/Wulfsdorf

 Der Staatsanwalt fordert lebenslange Haft wegen Mordes, die Verteidigung plädiert auf Totschlag. Am Montag soll das mit Spannung erwartete Urteil verkündet werden.

Dem 40 Jahre alten Angeklagten wird vorgeworfen, seine Frau kurz nach Weihnachten 2017 im Schlaf erstickt zu haben. Anschließend soll er den leblosen Körper in Folie gewickelt, sorgfältig verschnürt und im Garten vergraben haben. Seinem Sohn, den Nachbarn und den Arbeitskollegen seiner Frau erzählte er, seine in der Gastronomie tätige Frau sei zum Arbeiten in die Schweiz gefahren.

Staatsanwalt fordert lebenslange Haft

Doch in den Vernehmungen durch die Polizei verstrickte sich der Ehemann in Widersprüche. Besonders die Tatsache, dass seine Geliebte noch am Todestag seiner Frau zu ihm gezogen ist, erregte das Misstrauen der Ermittler. Als Anfang Januar dann die Leiche seiner Frau im Garten gefunden wird, wird der 40-Jährige festgenommen.

Der Angeklagte habe seine Frau geplant und heimtückisch getötet, um die Kosten einer Scheidung zu sparen, sagte Staatsanwalt Niels-Broder Greve in seinem Plädoyer. Er forderte, den 40-Jährigen wegen Mordes zu lebenslanger Haft zu verurteilen und darüber hinaus die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Dadurch würde eine Entlassung aus der Haft nach 15 Jahren erschwert.

Verteidiger wertet Tat als Totschlag

Die Verteidigung wertete die Tat dagegen nicht als Mord, sondern als Totschlag. Die von der Staatsanwaltschaft vorgebrachten Mordmerkmale der Heimtücke und der niedrigen Beweggründe sah sie nicht als erfüllt an. Der Angeklagte habe unter erheblichem Druck von seiner Geliebten gestanden, sich von seiner Ehefrau zu trennen, sagten die Verteidiger. Die Tötung seiner Frau und das Vergraben der Leiche im Garten seien Panikreaktionen gewesen. Ein konkretes Strafmaß beantragte die Verteidigung jedoch nicht.

Der Angeklagte hat bis zum Schluss zu den Vorwürfen geschwiegen. Im Gespräch mit einer psychiatrischen Sachverständigen hatte er die Tat allerdings zugegeben, sich jedoch auf Erinnerungslücken berufen.

RND/dpa/jad

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