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Plön Absage an Stadtregionalbahn
Lokales Plön Absage an Stadtregionalbahn
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00:16 08.12.2012
Von Hans-Jürgen Schekahn
Kreistagsfraktionsvorsitzender Thomas Hansen stellt das Programm für die Kommunalwahl vor. Nur 83 CDU-Mitglieder wollten dabei mitdiskutieren. Quelle: hjs
Schönberg

Eine wichtige Aussage zur aktuellen Diskussion: Die CDU lehnt den Bau einer 380000-Volt-Überlandleitung durch den Kreis zum Transport von Energie ab. Sie zerstöre in erheblicher Weise Landschaft und mindere die Lebensqualität. Thomas Hansen forderte die Verantwortlichen dazu auf, auf Erd- oder Seekabel zu setzen.

Einem weiteren Projekt erteilt die CDU eine klare Absage: der Stadtregionalbahn, die das Umfeld von Preetz und Schönberg mit der Landeshauptstadt Kiel verbinden soll. Zu teuer und zu unflexibel, befinden die Christdemokraten. Busse würden dem Verkehr im ländlichen Raum eher gerecht. Beifall der nur 83 CDU-Mitglieder brandete im Saal des ehemaligen Bahnhofshotels auf, als Hansen seine Ausführungen dazu machte.

Kinder und Schule sind ein großer Bereich innerhalb des Wahlprogramms. Die CDU bekennt sich darin zum Erhalt der vier kreiseigenen Gymnasien und möchte einen Ausbau der Schulsozialarbeit in allen Schularten. Bislang unterstützen Pädagogen nur an einzelnen Schulen die Arbeit der Lehrer. Weiter fordert die Partei die Anstellung eines weiteren Schulpsychologen. Ein ehrgeiziger Wunsch. Wie berichtet, konnte das Kultusministerium die Stelle des vorhandenen Schulpsychologen seit dem 1. April noch nicht besetzen. Wann eine neue Kraft überhaupt kommt, ist unklar.

Für ein Kreisprogramm eigentlich eine Nummer zu groß, aber dennoch ein Herzenswunsch der Plöner CDU. Sie möchte eine zweite Einsatzhundertschaft der Polizei für Schleswig-Holstein. Das Geld dafür soll aus einer Sicherheitsabgabe zum Beispiel von Profi-Fußballvereinen kommen, die die Sicherungsdienste der Beamten bislang kostenlos in Anspruch nehmen.

Zum Thema freundliche Verwaltung: Die CDU setzt sich für einen Ausbau von E-Goverment ein, also dem Erledigen von Behördenangelegenheiten am Computer. Vor allen Dingen in der Kreisverwaltung sah Fraktionschef Hansen in diesem Punkt einen Nachholbedarf.

In einem Sonderpunkt ging es auf dem Parteitag um die zukünftige Verwaltung des Kreisverbandes. Der bisherige Geschäftsführer Klaus-Detlef Benecke ist schwer erkrankt und wäre demnächst aus Altersgründen ausgeschieden. Der Kreisvorstand will nun daran gehen, ein Anforderungsprofil zu erarbeiten. Denkbar ist, dass der Posten nicht mehr als Vollzeitstelle ausgeschrieben wird oder es Kooperationen mit anderen Parteiverwaltungen gibt.

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