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Plön Insekten-Oase in Schwentinental
Lokales Plön Insekten-Oase in Schwentinental
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05:00 18.06.2018
Von Merle Schaack
Eine Rankhilfe, in der sich auch Insekten wohlfühlen: Annette Hinz hat ihren Garten in Schwentinental so umgestaltet, dass er der Biodiversität dient. Quelle: Merle Schaack
Schwentinental

Mehr als 200 Gärten in Schleswig-Holstein und Hamburg, die meisten davon privat, bilden einmal im Jahr das "grüne Band". Eine Route, entlang der sich Gartenfreunde gegenseitig besuchen, Tipps geben, fachsimpeln.

Eine der Teilnehmerinnen ist seit vier Jahren Annette Hinz. Die Schwentinentalerin entdeckte vor rund acht Jahren ihre Liebe zu heimischen Pflanzen. "Früher war mein Garten ein klassischer, wie man ihn eben anlegt, wenn man Kinder hat. Viel Rasen, Platz für Spielgeräte", sagt sie.

Infos schon für die Kleinsten

Ein Info-Heftchen vom Nabu gab schließlich den Anstoß, sich genauer mit Biodiversität auseinanderzusetzen. Inzwischen ist Hinz Mitglied im Nabu, arbeitet ehrenamtlich für den BUND und lädt auch Kindergartengruppen in ihren Garten ein, um schon den ganz kleinen zu erklären, wie sensibel Insekten sind.

Vor acht Jahren, also schon lange bevor das Thema Insektensterben in aller Munde war, begann die Hobbygärtnerin damit, ihren Garten umzugestalten. Sie setzt auf heimische Pflanzenarten, Totholz, verschiedene Böden und vor allem: Blumenwiesen, in denen Insekten sich wohlfühlen.

"Die meisten Pflanzen, die wir im Baumarkt kaufen können, werden von Insekten gar nicht angeflogen", sagt sie. Seit sie auf Glockenblumen, Kräuter, Storchschnabel, Akelei und Co. setzt, summt und brummt es auf ihrem rund 1500 Quadratmeter großem Grundstück.

Ein Ort für Rosenkäfer und kleine Wiesenvögel

Auch Insektennisthilfen hat sie gebaut, zudem gibt es einen Teich, der Molchen und Wasserfröschen eine Heimat bietet. Im Kompost leben Rosenkäfer, der kleine Wiesenvogel fühlt sich bei ihr im Garten wohl und auch Fledermäuse leben in einem Nistkasten.

Rund 100 Besucher zählt Hinz jedes Jahr, wenn sie ihren Garten für alle öffnet. Sie kommen nicht nur aus der Region, sondern teilweise auch aus Berlin, Hamburg, von Fehmarn oder der Westküste.

Dann wird gefachsimpelt, nachgefragt und auch Pflanzen, die sie nicht mehr braucht, wechseln ihren Besitzer. "Ich möchte Menschen, die heimischen Pflanzen und ein bisschen Wildnis im Garten gegenüber skeptisch sind, zeigen, dass das durchaus akzeptabel sein kann", sagt Hinz. "Es freut mich, wenn es sie anregt, selbst ihren Garten umzugestalten – und wenn es nur ein kleiner Bereich ist."

Fotostrecke: Insekten-Oase in Schwentinental
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