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Plön Großer Ärger um kleine Hunde
Lokales Plön Großer Ärger um kleine Hunde
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14:42 13.03.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Das Amtsgericht Plön hörte sich die Version des Hundekampfes von beiden Seiten an. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Plön

Es war eine wilde Rauferei zwischen einem Jack Russell Terrier und einem Yorkshire Terrier an einem ruhigen Wochenende in einem kleinen Dorf im Kreis Plön. Ein 29-jähriger Mann ging im Oktober 2017 mit seinen beiden Jack Russells spazieren. Als er am Haus des Angeklagten vorbeigekommen war, schaltete dessen kleiner Yorkshire offenbar in den Angriffsmodus um und flitzte vom Grundstück auf die Straße.  Beide Hunde verbissen sich ineinander. Bei dem Versuch, die Tiere wieder zu trennen, soll der Yorkshire nach dem Daumen des 29-Jährigen geschnappt haben.

Nur ein kleiner Zwick

Wie der Berufssoldat vor Gericht selbst zugab, sei das nichts Gravierendes gewesen. Er habe den Daumen später ganz normal bewegen können.  Der Arzt habe ihn nicht krankschreiben müssen. Es sei nur eine kleine Hautverletzung gewesen, die kaum geblutet habe. Nicht einmal Schmerz habe er empfunden. Das hielt ihn aber nicht davon ab, Anzeige gegen den Hundehalter des Yorkshires zu stellen.

Notoperation für den Yorkshire

Der 63-jährige Angeklagte wies es strikt von sich, dass sein Hund beißwütig sei.  "Ich weiß hundertprozentig, dass er nicht beißt." Das kleine Tier habe durch einen Geburtsfehler kaum Zähne und könne gar nicht zugeschnappt haben. Sein Hund sei eigentlich der Leidtragende. Der Jack Russell habe ihm durch Bisse so schwere Verletzungen am Kopf zugefügt, dass er nur durch eine Notoperation habe gerettet werden können. Eine Tierarztrechnung über 400 Euro sei angefallen.

Hundehalter sind für ihre Tiere verantwortlich

Der Angeklagte hatte zunächst einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Körperverletzung von der Staatsanwaltschaft in dieser Sache erhalten. Als Hundehalter ist er juristisch dafür verantwortlich, wenn sein Tier Menschen beißen sollte. Gegen den Strafbefehl legte er Widerspruch ein, sodass es zur Verhandlung kam. Die Darstellungen des anderen Hundebesitzers entsprächen nicht der Wahrheit. Das wolle er daher nicht auf sich sitzen lassen.

Verfahren eingestellt

Das Gericht hörte sich die Version des Hundekampfes von beiden Seiten an und schlug dann eine Einstellung des Verfahrens ohne weitere Auflagen vor. Im Gegenzug nahm der Amtsrichter ins Protokoll auf, dass der Yorkshire-Besitzer darauf verzichtet, die Behandlungskosten für den Hund auf zivilrechtlichem Wege einzuklagen.

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