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Plön Dörfer können sich kaum Kinder leisten
Lokales Plön Dörfer können sich kaum Kinder leisten
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00:42 04.08.2014
Von Andrea Seliger
Nettelsees Bürgermeisterin Anke Jahnke traf Minister Andreas Breitner zum „Politkaffee“. Quelle: pae
Nettelsee

Deshalb werde auch schon seit Längerem daran gearbeitet, wie ein „Kinderfaktor“ im zukünftigen Finanzausgleichsgesetz (FAG) berücksichtigt werden könne. Diese Komponente soll aber erst in vier Jahren kommen.

 Bei sommerlicher Quarktorte, von der Bürgermeisterin (70) selbst gebacken, erläuterten Breitner und sein Projektgruppenleiter Mathias Nowotny die geplante Vorgehensweise. Das Problem: Die vorliegenden Zahlen zu den Ausgaben der Kommunen stammen aus den Jahren 2009 bis 2011 – „damals war der Kita-Ausbau noch nicht so fortgeschritten wie heute“, sagte Nowotny. Die Kosten seien deshalb niedriger gewesen. Die „Bugwelle“ an Kindergartenausbau und Schulsanierung sei erst in drei bis vier Jahren vorbei. Anhand der konkreten Ausgaben könne dann eine durchschnittliche Summe pro Kind festgelegt werden. Belastbare Zahlen seien auch deshalb nötig, da es auch in diesem Fall Kommunen geben werde, die dann schlechter wegkommen: „Wir verteilen ja immer nur neu“, sagte Breitner, an der Gesamtsumme von 17,7 Prozent der Landeseinnahmen für den Finanzausgleich lasse sich aktuell nichts ändern.

 Noch vier Jahre warten war Anke Jahnke eigentlich zu lang. „Aber mich freut, dass Sie darüber nachdenken“, sagte sie.

 Und eine gute Nachricht hatte der Minister ja auch noch dabei: Nettelsee wird schon im kommenden Jahr mit 6000 Euro mehr rechnen dürfen – wegen der gestiegenen Einwohnerzahlen, sagte Breitner.

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