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Plön Tansania kann auf Ascheberg bauen
Lokales Plön Tansania kann auf Ascheberg bauen
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18:20 18.07.2018
Von Anja Rüstmann
So sollen die Kirchenbänke aussehen, die die Pfadfinder in Tansania bauen wollen. Das Musterstück präsentieren (von links) Bastian Sohn, Ole Böttger, Nico Wirth, Hendrik Dose, Nils Lange, Tim Rolschewski, Moritz Krüger, Amir Niemann, Pastor Jan Philipp Strelow, Niko Jürges und Paula Kroglowski. Quelle: Anja Rüstmann
Ascheberg

In den Sommerferien in die Serengeti statt zum Strand, den Akkuschrauber statt einen Krimi in der Hand. Ist das ein Opfer? „Überhaupt nicht“, sind sich die Jugendlichen einig. „Wir lernen das echte Leben dort kennen und sind keine Touristen“, sagt Moritz Krüger (17), und Nico Wirth ergänzt: „So eine Gelegenheit bietet sich nicht oft.“

Malambo ist ein 1200-Seelen-Dorf mitten im Busch, am Rande der Serengeti. Die nächste Stadt ist 300 Kilometer entfernt, in der es vielleicht so etwas wie einen Baumarkt gibt. Deshalb ist alles vorab besprochen und entsprechend vorbereitet. „Das Holz ist besorgt worden und bereits zugeschnitten“, sagt Strelow. Aber die Tansanier haben gebeten, dass die guten Schrauben bitte mitgebracht werden. Auch ein Akkuschrauber.

Die Gemeinde ist weitläufig, „Kirche ist dort oft der Schatten einer Schirmakazie“, erklärt Strelow. Mit einer Kapellenkirche zieht nicht nur ein Versammlungsort ins Dorf. Dort findet zukünftig auch Vorschulunterricht statt, eine mobile Klinik kommt dann regelmäßig vorbei und Impfprogramme werden angeboten. Und die Bänke für alles spendieren die Ascheberger.

Dafür haben die Pfadfinder schon geübt, einen Workshop in einer Tischlerei besucht. Der Prototyp einer Bank ist fertig. „Das sind ja einfache Sitzbänke. Zur Not improvisieren wir ein bisschen, dann klappt das schon“, ist Ole Böttger (16) zuversichtlich.

Spannender wird das Leben bei den Massai, die zum Teil in Lehmhütten wohnen. Die Pfadfinder kommen im katholischen Gästehaus unter. Das Trinkwasser müssen sie aber wie alle anderen täglich im Kanister anschleppen – es gibt nur zwei Wasserhähne im Dorf. Strom fließt alles andere als im Überfluss. Pfadfinder sind durch unzählige Sommerlager aber gestählt darin, mit ganz wenig klar zu kommen. „Spannend wird es trotzdem“, sagt Paula Kroglowski.

Der Jugendaustausch wird von der Kirchengemeinde Ascheberg organisiert, seit 2010 trifft man sich alle zwei Jahre - mal in Ascheberg, dann in Afrika. Dank verschiedener Spenden können dieses Jahr in Tansania 6000 Euro "verbaut" werden.

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