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Plön Katy Hagelberg kämpft gegen den Krebs
Lokales Plön Katy Hagelberg kämpft gegen den Krebs
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18:00 09.11.2018
Von Hans-Jürgen Schekahn
Die Preetzerin Katy Hagelberg ist an Blutkrebs erkrankt und hofft auf einen Stammzellenspender. Quelle: Quellenangabe www.pepelange.de hfr
Kreis Plön

Hagelberg ist bekannt als SPD-Politikerin. Sie sitzt im Plöner Kreistag und ist zweite stellvertretende Bürgermeisterin in ihrer Heimatstadt Preetz. Andere Ämter hat sie wegen ihrer Krankheit abgegeben. Am Berufsbildungszentrum bringt sie Migranten die deutsche Sprache bei. Geplant war, dass die gelernte Hebamme auch Themen aus der Gesundheitsvorsorge unterrichtet. Das muss wegen der Krankheit nun warten.

Erstes Symptom Herzprobleme

Vor sechs Monaten spürte sie immer wieder ein Herzklopfen. „Ich habe gedacht, ich habe Herzprobleme“. Ein Bluttest beim Arzt brachte Klarheit: Es war nicht das Herz, es war Blutkrebs. Sie wird seither auf einer Spezialstation der Uni-Klinik in Kiel behandelt. Dankbar ist sie für die gute und freundliche Betreuung durch die Krankenschwestern und Ärzte.

Risiko einer Infektion

Alle vier Wochen ist für sie eine Chemotherapie angesetzt. In dieser Phase ist der Körper anfällig gegen Infektionen. Wenn Hagelberg auf den Flur geht, dann nur mit Schutzanzug, Handschuhen und Mundschutz. Ihr Krankenzimmer ist spartanisch eingerichtet. Unnötige Dinge erhöhen das Infektionsrisiko. Sie unternimmt viel, um körperlich fit zu bleiben. Neben Gymnastik macht sie Spaziergänge. Notgedrungen derzeit nur den Krankenhausflur rauf und wieder runter.

Schon einmal den Krebs besiegt

Katy Hagelberg überstand 2012 eine Brustkrebserkrankung. Sie vermutet, dass die damalige Chemo- und Strahlentherapie die jetzige Leukämie ausgelöst haben könnte. Die Belastung durch Strahlen sei groß gewesen. Damals hat sie den Brustkrebs besiegt.

Schüler und Lehrer wollen sich typisieren lassen

1800 Schüler des Berufsbildungszentrum im Kreis Plön und ihre Lehrer an den Standorten Plön und Preetz sind in der kommenden Woche aufgerufen, sich an einer Typisierungsaktion zu beteiligen. Sie hoffen, auf diesem Weg einen passenden Stammzellenspender zu finden. Katy Hagelberg ist „total gerührt“. „Ich finde es toll, dass so eine Aktion stattfindet.“ Selbst wenn kein geeigneter Spender für sie dabei sei, so habe vielleicht ein anderer Mensch irgendwo die Chance, wieder gesund zu werden.

Daten kommen in die DKMS-Spenderdatei

Ihre Krankheit habe Freunde und Bekannte zum Nachdenken bewegt. 31 von ihnen haben sich als Stammzellenspender bei der Deutschen Konochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen, die auch federführend bei der Typisierung in den Berufsschulen ist.

Berufsschüler bitten um Geldspenden

Für die Aktion benötigt die DKMS finanzielle Unterstützung. Das Registrieren eines Stammzellenspenders kostet insgesamt 35 Euro. Die Berufsschüler und die Lehrerkollegen von Katy Hagelberg rufen die Bevölkerung auf, Geld zu spenden. Das DKMS-Spendenkonto: IBAN: DE54 6415 0020 0001 6893 96. Als Verwendungszweck bitte angeben: SNS 069. Die DKMS stellt auch Spendenbescheinigungen aus.

"Ich lasse mich nicht unterkriegen"

Hagelberg hofft, dass sie Ende November aus der Klinik entlassen werden kann. Idealerweise würde sie schon Mitte Dezember eine Stammzellentherapie beginnen. „Das wäre dann mein Weihnachtsgeschenk.“ Aber selbst, wenn es zu diesem Termin nicht klappen sollte: „Ich lasse mich nicht so schnell unterkriegen.“

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