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Plön Wählen die Heikendorfer bald wieder?
Lokales Plön Wählen die Heikendorfer bald wieder?
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09:52 14.06.2018
Von Merle Schaack
Alter und neuer Bürgermeister in Heikendorf: Auch bei Direktwahlen für einen hauptamtlichen Bürgermeister würden sowohl Alexander Orth (li., SPD) als auch Neu-Bürgermeister Tade Peetz (CDU, re.) nach eigenem Bekunden wieder antreten. Quelle: Nadine Schättler
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Heikendorf

Viel war im Vorfeld gerechnet worden, wie jeder der drei Kandidaten die Mehrheit der Gemeindevertreter auf sich vereinen könnte. Am Ende kam alles ganz anders.

Mit Unterstützung der SPD holte Peetz im zweiten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit von zehn Stimmen, acht entfielen auf Bartels, es gab eine Enthaltung.

Orth zieht zurück

Zuvor hatte Bürgermeister und SPD-Kandidat Alexander Orth nach dem ersten Wahlgang zurückgezogen. Darin hatte er nur vier Stimmen bekommen, Bartels sieben und Peetz acht. 

Die Erklärung der SPD folgte auf dem Fuße. „Heikendorf braucht einen 100-prozentigen Bürgermeister. Und er sollte von den Bürgern gewählt werden und nicht von zufälligen Mehrheiten abhängen“, sagte Orth gegenüber dieser Zeitung. Das Angebot habe man sowohl Grünen als auch CDU gemacht.

Peetz und Orth würden beide bei Direktwahl antreten

Sollte sich in der neuen Gemeindevertretung eine Mehrheit für diesen Vorstoß finden - dazu fehlt SPD und CDU, die gemeinsam nur auf neun Stimmen kommen, eine weitere - könnten die Heikendorfer schon im kommenden Jahr zum Beispiel im Zusammenhang mit der Europawahl im Mai ihren Bürgermeister direkt wählen.

Auch Orth könnte dann wieder antreten. „Ich bin ja ein älterer Mann, wer weiß, was bis dahin passiert“, sagte der 64-Jährige. „Aber wenn man mich jetzt fragt, würde ich antreten.“ 

Das gilt auch für den frisch gewählten Bürgermeister Tade Peetz, der mindestens bis dahin Lenker der Geschicke in der Gemeinde bleibt. „Ich glaube, das Amt ist ein Fulltime-Job. Deshalb ist der Vorschlag zumindest auszudiskutieren. Der Weg muss erstmal eröffnet werden“, sagte der 44-Jährige und kündigte an, im Fall der Fälle ebenfalls zu kandidieren. 

Peetz will sich „reinknien“

Direkt nach der Vereidigung genoss er aber zunächst seinen Sieg. „Ich glaube, bis mir das richtig bewusst ist, dauert es ein, zwei Tage.“ Gleichzeitig sagte er an seinen Vorgänger Orth gewandt: „Ich trete in tiefe Fußstapfen.“ Deshalb werde er sich „reinknien und noch mehr arbeiten als jetzt schon.“


Bartels kritisiert „Kuhhandel“

Beim Grünen-Kandidaten Olaf Bartels, der seine Kandidatur zwei Wochen vor der Wahl bekannt gegeben hatte, stieß die Entwicklung des Abends auf Kritik. „Es ist unglücklich, dass der Ausgang von einem Deal abhing und nicht nach Nase und Programm entschieden wurde“, sagte der 47-Jährige.

„Das war ein Kuhhandel und ist nicht unser Stil.“ Er sei der Überzeugung, dass die Arbeitsbelastung des ehrenamtlichen Bürgermeisters auch für einen Ehrenamtler zu stemmen sei. Die Grünen hätten das SPD-Angebot auf Unterstützung auch abgelehnt, weil sie befürchteten, dass dann ein einjähriger Wahlkampf folgen würde.

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