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Plön Luise Habeck debattiert in Berlin
Lokales Plön Luise Habeck debattiert in Berlin
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17:03 12.06.2018
Von Silke Rönnau
Luise Habeck aus Preetz fährt zum Bundesfinale des Wettbewerbs „Jugend debattiert“. Quelle: Silke Rönnau
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Preetz

Bereits in der fünften Klasse wird ihre Leidenschaft für Diskussionen geweckt. Im Philosophieunterricht führen sie erstmals Debatten. Das macht ihr so viel Spaß, dass sie in der achten Klasse den Wahlpflichtkurs „Reden“ belegt. Ihr erstes Thema war vegetarische Ernährung. „Daran kann ich mich noch gut erinnern, weil ich mich selbst vegetarisch ernähre“, erzählt die 15-Jährige, die auch gerne zeichnet und Querflöte spielt.

Ruhig bleiben und nicht wackeln

Im Wahlpflichtkurs werden die Grundlagen für Reden vermittelt. „Wir haben gelernt, wie man sich vor einer Menschenmenge verhält und selbstbewusst auftritt“, sagt sie: „Ruhig bleiben und nicht zu hin und her wackeln.“ Wenn man die Bühne betrete, sollte man hinten im Raum einen Punkt fixieren, manchmal aber auch einen Zuschauer direkt ansehen. Außerdem gehe es darum, wie man Reden vorbereite, schreibe und halte. „Gestik und rhetorische Mittel muss man gezielt einsetzen“, betont sie.

Ein halbes Jahr lang wird auch für die spezielle Form „Jugend debattiert“ geübt. Dabei gibt es vier Teilnehmer, die eine Anfangsrede halten – zwei pro, zwei contra. Anschließend folge die freie Aussprache über zwölf Minuten. Im Unterricht wird ihnen beigebracht, wie man die Argumentation aufbaut. „Man sollte kurz wiederholen, was der Vorredner gesagt hat, damit die Zuhörer wissen, worauf man sich bezieht– und dann kann man das widerlegen.“ Am Ende wird in der einminütigen Schlussrede die Rede noch einmal reflektiert.

Recherche im Internet

Die Themen werden zwei Wochen vorher bekanntgegeben. „Man weiß aber nicht, welche Position man vertritt“, erklärt Luise Habeck. Ihr Grundwissen bezieht sie durch die Recherche im Internet. „Ich schreibe auf, was mir dazu durch den Kopf geht, und rede viel mit meinem Papa und Mitschülern“, erzählt sie.

In den Nachrichten verfolgt sie oft die Reden von Politikern. „Ich merke, dass ich sie automatisch im Kopf analysiere.“ Der Blick auf eine Rede, wie sie gehalten werde, habe sich verändert. „Manchmal fällt mir auf, wenn jemand sehr ausdruckslos spricht.“

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