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Plön CDU selbst in Neumünster vorn
Lokales Plön CDU selbst in Neumünster vorn
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23:32 27.09.2009

Der frühe Durst trog nicht. Der Unternehmer Philipp Murmann aus Heikendorf gewann den Wahlkreis 5 Plön/Neumünster für die Christdemokraten zurück.

Murmann setzte sich mit 38,6 Prozent der Stimmen gegen seine Mitbewerberin von der SPD, Birgit Malecha-Nissen, durch, die auf 33,4 Prozent kam. Ein besonderes Schmunzeln zauberte das Stadtergebnis aus Neumünster dem frisch gebackenen Bundestagsabgeordneten ins Gesicht. Murmann überrundete hier seine Gegenkandidatin mit 36,3 zu 35,4 Prozent. Nach der jüngsten Oberbürgermeisterwahl hat die CDU damit die einstige rote Hochburg Neumünster in kurzer Zeit zum zweiten Mal erstürmt. „Ich habe mir im Wahlkampf in Neumünster besonders viel Mühe gegeben“, sagte der 45-Jährige. Fördernd dürfte sich auch die Tatsache ausgewirkt haben, dass sein Onkel, Klaus Murmann, langjähriger Inhaber des Neumünsteraner Unternehmens Sauer-Danfoss und einer der größten Arbeitgeber der Stadt war.

Philipp Murmann beginnt seinen Dienst im Bundestag bereits am Dienstag mit einer Sitzung der schleswig-holsteinischen Landesgruppe. Wenn es nach seinen Wünschen ginge, würde er einen Platz im Ausschuss für Forschung und Bildung einnehmen. Ein Themenfeld, dass er auch als Geschäftsführer seines Familienunternehmens Zöllner in Kiel pflegt.

Auch in Zukunft kümmert sich Murmann um seine Firma. „Das ist schließlich meine Existenzgrundlage.“ Als Unternehmer nimmt Murmann eine besondere Stellung im Bundestag ein, weil Vertreter der Wirtschaft sich eher selten politisch engagieren. Seinen Schwerpunkt sieht er in seiner politischen Arbeit. Wie Mandat und Anlagen zueinander passen, bespricht er bereits heute mit in einer Leitungsrunde in seinem Unternehmen.

Die Sozialdemokraten gestanden ihre Niederlage ein. „Das ist eine Katastrophe. Da gibt es nichts schön zu reden“, sagte die Plöner Kreisvorsitzende Anette Langner beim Blick auf die Zahlen. Mit Michael Bürsch, der aus Altersgründen nicht wieder kandierte, hatte die SPD in den beiden vergangenen Wahlperioden den Direktkandidaten gestellt. 2005 gewann sie das Direktduell noch mit 47 Prozent.

Trauer bei der SPD, Frohlocken bei den Christdemokraten, bombastische Freude bei der FDP. Sie kam auf niemals erreichte 15,8 Prozent (2005: 9,6 Prozent) der Zweitstimmen. Der Direktkandidat der Liberalen, Martin Wolf, diktierte lächelnd der Presse ins Schreibheft: „Wir sind der klare Sieger des Abends. Das muss man zur Kenntnis nehmen.“ Die FDP habe sich nun aus der Opposition verabschiedet.

Auch bei den Zweitstimmen gewann die CDU mit 32,1 Prozent im Wahlkreis Plön/Neumünster, wenn auch mit Verlusten im Vergleich zur letzten Wahl mit vier Prozentpunkten. Die SPD stürzte ab auf 28,5 Prozent (2005: 39,5 Prozent). Die Grünen zogen an auf 12,6 Prozent (7,7 Prozent), die Linke holte 7,2 Prozent.

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