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Plön Verdienstkreuz für Traute Steffen
Lokales Plön Verdienstkreuz für Traute Steffen
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18:30 16.01.2017
Von Astrid Schmidt
Traute Steffen (76) hat in ihrem Leben immer angepackt, wie sie sich erinnert. Quelle: Astrid Schmidt
Wendtorf/Kiel

In Vertretung des Ministerpräsidenten Torsten Albig überreichte Kultusministerin Anke Spoorendonk diese Auszeichnung des Bundespräsidenten Joachim Gauck und würdigte ihr „Lebenswerk“. Sie hob vor allem den „hohen zeitlichen Einsatz“ für die Pflege und Vermittlung der plattdeutschen Sprache hervor. Spoorendonk bezeichnete das Laboer Lachmöwentheater als „aufstrebende touristische Attraktion der Region“. Den Anteil Steffens daran unterstrich sie in ihrer Laudatio.

 Der Vorname Waltraud ist der Geehrten fast ungewohnt. Kaum jemand nennt sie so, alle kennen die resolute Wendtorferin als Traute Steffen. Ebenso ungewohnt ist der „große Bahnhof“ für sie, die eigentlich immer bescheiden ist und sich nicht gern selbst in den Vordergrund stellt.

 Traute Steffen ist völlig perplex, als sie die Einladung nach Kiel erhält. Sie habe doch nichts anderes getan, als immer im Leben: die Ärmel aufgekrempelt und mit viel Pragmatismus aus nichts etwas gemacht. So war es, als sie mit ihrem gerade angetrauten Ehemann Günther in das 400 Jahre alte Bauernhaus in Wendtorf gezogen war. „Ich habe Wände eingerissen und einen kleinen Stubenladen eingerichtet“, erinnert sie sich. So war es, als in den 70er-Jahren die Marina gebaut wurde. „Da ging für uns Hausfrauen das Licht an. Ich habe die Frauen zur Arbeit gefahren und eine Kinderbetreuung organisiert, aus der dann später der Kindergarten auf der Marina wurde“, erzählt sie. Und so war es auch, als 1986 das Theater „De Laboer Lachmöwen“ unter dem Dach der Awo gegründet wurde. „Ich war erst nur Spielerin, aber nach kurzer Zeit habe ich die Leitung übernommen“, so Steffen. Und so setzt sich die Geschichte fort: Die Suche nach einem „Nest“ für die Lachmöwen, der Umbau des ehemaligen Kindergartens im Kurpark zu einem „richtigen“ Theater – Steffen schob an, ihr Ziel fest im Auge.

 „Ich wollte immer reich werden, um all denen etwas zu geben, die nichts haben. Das ist mir nicht gelungen. Aber vielleicht ist das, was ich getan habe, viel wertvoller. Und vielleicht hat der, der mich für den Orden angemeldet hat, das auch so gesehen“, meint Steffen.

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