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Plön Ein vorletztes Mal "In Rixdorf ist Musike"
Lokales Plön Ein vorletztes Mal "In Rixdorf ist Musike"
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00:17 04.05.2013
Von Orly Röhlk
Musike-Organisator Christoph Peters kündigte die Band Tears for Beers auf der Hauptbühne gewohnt launig an. Quelle: O. Schekahn
Lebrade

Das verkündete Musike-Organisator und 2. Vorsitzender Christoph Peters beim 29. Open-Air-Festival auf dem Gelände, das Gutsverwalter Wilken von Behr seit einigen Jahren samt der Scheune zur Verfügung stellt. Wieder einmal waren Tausende von Musikfans in den Ortsteil der Gemeinde Lebrade gepilgert, um handgemachtem Folk zu lauschen. Illustre Gruppen mit klingenden Namen wie Stringhouse Harmony, Weidenzaunband, Suhrbrook-Akkerbohm-Chor, Hüttenfolk, Hans Dans und Tears for Beers sowie  Einzelmusiker, die sich zu Sessions zusammenfanden, gestalteten ein buntes Programm und spielten unentgeltlich gegen einen Lohn aus Speisen und Getränken.

Die schlechte Nachricht: 2014 wird es zum letzten Mal das Open-Air In Rixdorf ist Musike am 1. Mai geben. Die gute Nachricht: Für den Monat November plant der Verein Dorfgemeinschaft Rixdorf mit seinem Vorsitzenden Paul Schmidt ersatzweise ein Konzert in der Kulturscheune Rixdorf.

Neben der Musik ist es besonders die fröhliche und entspannte Atmosphäre, die so manchen Besucher regelmäßig von weit her anzieht. „Das ist eine so schöne, freundliche und zurückhaltende Atmosphäre, und die Menschen nehmen so viel Rücksicht aufeinander“, schwärmte Gerd Roese aus Boostedt. Der Mittfünfziger ist bekennender Folk-Fan und kommt bereits seit sechs oder sieben Jahren regelmäßig zu diesem Event. Er war ein wenig enttäuscht, dass es die Kult-Veranstaltung, die ohne Werbung auskommt und als Geheimtipp gehandelt wird, nach 2014 nicht mehr geben soll. „Es funktioniert nur, wenn alle mithelfen, und wir brauchen jeweils mehrere Tage für die Vorbereitung“, begründete Peters die Entscheidung. Der Kern bestehe aus zehn bis zwölf Leuten, und man werde nicht jünger, die Auf- und Abbauarbeiten aber auch nicht weniger.

Anders als das kostenlose Open-Air-Fest wird der Konzertabend im Spätherbst von zwei oder drei Musikgruppen bestritten, die Geld dafür bekommen. Rund 300 Besucher könnten dann Eintrittskarten ausschließlich im Vorverkauf erwerben. Die Anfänge des Open-Air-Festivals reichen weit zurück. Damals stellte die Feuerwehr den Maibaum auf und verkaufte Würstchen. Als die Wehr vor acht Jahren aus Kostengründen aufgelöst wurde, gründeten die rund 65 Einwohner den Verein, bauten ein Dorfgemeinschaftshaus und richten seither das Festival aus.

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