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Plön Fest der Marschmusik gefeiert
Lokales Plön Fest der Marschmusik gefeiert
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00:30 13.08.2014
Von Jessica Bunjes
Vereine aus vier Ländern und insgesamt 1000 Musiker hatten in Heikendorf vier tolle Tage. Die Musikerinnen aus Dänemark, von Vedbaek Garden, waren mit viel Begeisterung bei der Sache - und begeisterten.
Heikendorf

Aufgeregt waren nicht nur die Musiker sondern auch die erstmals eingesetzte, zehnköpfige Publikums-Bewertungs-Kommission, die allerdings bereits vor den Euro-Musiktagen nach zuvor eingegangenen Bewerbungen ausgewählt worden war. „Voraussetzung für einen Platz in der Laien-Jury war die Begeisterung für die Sache, nicht eine große Musikkenntnis“, erläuterte Inken Schubert. Genau die Bedingungen erfüllte unter anderem die ortsansässige Antje Lentins, deren Tochter Madline aktiv in der Heikendorfer Show-Brassband spielt. „Ich habe keine große Ahnung von Musik, bewerte nach Gefühl“, so die Heikendorferin, die seit 1987 als Zuhörerin bei den Euro-Muskitagen dabei ist. „Ein Kriterium für mich ist auch, wie es den Zuschauern gefällt“, so die Marschmusik-Freundin.

Auch der Klausdorfer Manfred Kluß begeisterte sich für die neue Publikums-Abstimmung, für die der er sich beworben hatte und für die er zusammen mit Horst Brix aus Kiel einen Regen geschützten Platz unter einer Kastanie in der Dorfstraße einnahm. Denn es goss zwischenzeitlich ganz ordentlich, als die 15 Vereine musizierend durch Heikendorf marschierten und auf dem Dorfplatz Aufstellung nahmen. „Ganz wichtig ist es, dass im Rhythmus marschiert wird. Irgendein Trottel tanzt immer aus der Reihe, das geht gar nicht“, so der Kluß Augen zwinkernd, der ein Faible für das Militaristische hat. Kluß, der  „fast jedes Mal als Zuschauer dabei war“, bezeichnet Marschmusik als sein „Steckenpferd“ und schaut sich die Parade auch gern im Fernsehen an. Schmunzelnd sagte er: „Wenn einer den falschen Tritt hat, empfinde ich das als taktlos.“ Mit-Juror Horst Brix stimmt zu: „Ich gucke auf die Einsätze, die manchmal nicht passen und den Takt können auch nicht alle halten.“ Der Kieler wirft zudem ein Auge darauf, „dass alle Figuren richtig sind“. Für ihn steht allerdings im Zentrum, „dass sie Musik spielen und keinen Krawall machen.“

Inken Schubert ist begeistert angesichts so viel Enthusiasmus, den auch die Vereine an den Tag legen. Mit Elan zeigen die Mädels von Vedbaek Garden aus Dänemark Bein zu schmissigen Rhythmen und marschieren mit Effet und im kurzen Rock vor Dutzenden und Dutzenden Zuschauern. Insgesamt sind es 15 Musikzüge, die bewertet werden – natürlich nicht nur von dem Laiengremium sondern auch von geballter Fachkompetenz aus drei Ländern. In den Kategorien Konzert, Marsch- und Standspiel sowie Show haben sie zwei Tage lang Punkte vergeben. „Wir sind sehr zufrieden, was war einfach toll“, betonte Schubert.

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